Das Robert A. Heinlein-Forum für wahre Fans!

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Das Forum für alle, die mit dem Werk des großen Meisters vollständig vertraut sind.

Sollten Sie dieses Kriterium nicht erfüllen, so behaupten Sie wenigstens, dieses Ziel fest im Blick zu haben.

(Dieses Forum wurde gestiftet von Heinleins Alter Ego, Alexander Virchow am 12. Mai 2000.)
  

Bernd Schroeder

Freitag, den 12. 05. 2000 - 07:10 Click here to edit this post
oh je, ein Forum für die ganz harten...


Heinleins alter ego ? pass nur auf dich auf...

Mir is schon bewußt, daß Heinleins Spätwerk und deine Ansichten über Religion usw. durchaus Ähnlichkeiten haben. Allerdings ist zu bedenken,
daß Heinlein bekannt dafür ist, falsch verstanden zu werden.

Da gibt es eine Story, wonach Heinlein über die Hippies , die "Stranger in a strange land" zu einem Kultbuch erhoben hatten und vor seinem Haus kampierten, alles andere als begeistert war...allerding war "stranger in a strange land" auch etwas untypisch für Heinlein.

Heinleins Weltanschauung spiegelt sich eher in seinen anderen Büchern wieder, zu denen einige der wohl militaristischten Werke auf dem Gebiet SF gehören (starship warriors z.B., wobei der Film gegenüber dem Buch recht harmlos ist)
...nicht umsonst laufen in der SF-Literatur einige US-Admirale u.ä. namens Robert A. Heinlein rum - sowohl als Hommage oder als Verarschung

  

Alexander Virchow

Freitag, den 12. 05. 2000 - 07:33 Click here to edit this post
Der gemeinte Titel lautet 'Starship Trooper', nicht Starship Warriors', und liest sich gut weg.

Vor dem geschilderten Hintergrund wirkt das Ganze überhaupt nicht 'militaristisch', sondern wie ein durchaus realistisches Gesellschaftsszenario unter permanenter Bedrohung.

Auch empfiehlt es sich, einen Roman über eine fiktive Welt nicht für ein politisches Programm zu nehmen. Sonst ergeht es einem wie den Hippies, die glaubten, in Heinlein den Begründer einer auf Promiskuität gründenden Religion gefunden zu haben.

So lesen heißt schlecht lesen.

Zur deutschen Ausgabe:

Amazon-Besprechungen

Im Übrigen ist bekannt, daß Heinlein eine Karriere bei der US-Army anstrebte, die ihm aufgrund einer Lungenerkrankung nicht möglich war.

Anstattdessen wählte er ein paar Dutzend andere Jobs.
Der des SF-Autors war der Lukrativste.

  

Alexander Virchow

Freitag, den 12. 05. 2000 - 07:44 Click here to edit this post
Aus einer der Leser-Rezensionen:

"Heinlein entwickelt die Vorstellung einer Gesellschaft, die, wie er selbst dazu sagt, legitimiert ist aus keinem anderen Grunde als dem, daß sie funktioniert. "

  

Bernd Schroeder

Freitag, den 12. 05. 2000 - 09:34 Click here to edit this post
Der gemeinte Titel lautet 'Starship Trooper', nicht Starship Warriors'

hast recht, war durch den alten deutschen Titel "Sternenkrieger" von BL falsch inspiriert...

, und liest sich gut weg.

in der Tat...


Vor dem geschilderten Hintergrund wirkt das Ganze überhaupt nicht 'militaristisch', sondern wie ein durchaus realistisches Gesellschaftsszenario unter permanenter Bedrohung.

wieso siehst Du da einen Widerspruch ? H. entwickelte ein Szenario, das in sich stimmig ist, allerdings auf Betrachter unter anderen Gesellschaftsbedingungen militaristisch wirkt (siehe auch diverse der Amazon-Rezensionen, gerade auch auf AMAZON.COM, anscheinend ist Starship Troopers inzwischen eine Pflichtlektüre bei den Marines...)

  

Alexander Virchow

Freitag, den 12. 05. 2000 - 09:47 Click here to edit this post
Militarismus ist kriegsverherrlichend.

Heinlein entwirft eine Gesellschaft, die unter äußerer Bedrohung zu einer durch und durch Militärischen wird.

Und zwar mit Notwendigkeit.

Das ist deskriptiv. Er beschreibt diese Gesellschaft von innen heraus. Das ist legitim und keineswegs militaristisch.

  

Bernd Schroeder

Freitag, den 12. 05. 2000 - 10:26 Click here to edit this post
Militarismus ist kriegsverherrlichend.

alles eine Frage der Definition...


(aus: Meyers Lexikon, Das Wissen A-Z, Link von HG)

Militarismus:

[lat.-frz.], militär. Grundsätze, Ziele und Wertvorstellungen in der Politik eines Staates und der Übertragung militär. Prinzipien auf alle Lebensbereiche.

  

Alexander Virchow

Freitag, den 12. 05. 2000 - 10:53 Click here to edit this post
Fremdwörterduden:

.... Überbetonung militärischer Gesinnung ....

Ich verstehe den Vorwurf des Militarismus so, wie beschrieben, denn so ist er üblicherweise gemeint.

Wenn der Begriff rein beschreibend gemeint ist, eben in dem Sinne, daß Heinlein eine militärisch organisierte Gesellschaft zeichnet, so habe ich damit kein Problem.

Allerdings liegt dann auch keine Kritik vor.

  

Bernd Schroeder

Freitag, den 12. 05. 2000 - 11:58 Click here to edit this post
Allerdings liegt dann auch keine Kritik vor.

Warum auch ?

  

Alexander Virchow

Freitag, den 12. 05. 2000 - 12:24 Click here to edit this post
Weil

Heinleins alter ego ? pass nur auf dich auf...

in Verbindung mit

Heinleins Weltanschauung spiegelt sich eher in seinen anderen Büchern wieder, zu denen einige der wohl militaristischten Werke auf dem Gebiet SF gehören

für mich anders nicht zu verstehen war.

  

Bernd Schroeder

Freitag, den 12. 05. 2000 - 13:32 Click here to edit this post
vielleicht hättest Du die beiden Absätze dazwischen in deine Schlußfolgerung mit einbeziehen sollen - steht eigentlich als logische Kette und NICHT als Klammer da...

  

Alexander Virchow

Montag, den 28. 08. 2000 - 02:19 Click here to edit this post
Ich mußte gerade mit Hohnlachen zur Kenntnis nehmen, daß die Kirche, die der Marsianer in Heinleins Stranger in a Strange Land - Fremder in einer fremden Welt tatsächlich existiert.

Dies berichtet gerade der Interviewer von Wolfgang Jeschke, dem Herausgeber der Heyne-SF-Reihe.

Irgendwelche Irren haben sie gegründet, und sie soll im Internet unter dem Namen The Church of all worlds gut recherchierbar sein. Es soll sich um eine der erfolgreichsten Neugründungen der letzten Jahrzehnte handeln.

Heinlein muß man hoch anrechnen, daß er die Gelegenheit nicht genutzt hat, zum Kirchenführer aufzusteigen. Anders, als der SF-Autor Ron Hubbard. Aber der konnte von seinem schlecht geschriebenen Mist ja auch nicht leben.

Nein, ich faß es nicht. Was gibt es nur für Arschlöcher.

Die Entstehung des Christentums darf man sich wohl ähnlich vorstellen.

  

Alexander Virchow

Montag, den 28. 08. 2000 - 02:23 Click here to edit this post
Da sind sie schon:

Church of all Worlds.


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