| | Freitag, den 12. 05. 2000 - 07:10 oh je, ein Forum für die ganz harten... Heinleins alter ego ? pass nur auf dich auf... Mir is schon bewußt, daß Heinleins Spätwerk und deine Ansichten über Religion usw. durchaus Ähnlichkeiten haben. Allerdings ist zu bedenken, daß Heinlein bekannt dafür ist, falsch verstanden zu werden. Da gibt es eine Story, wonach Heinlein über die Hippies , die "Stranger in a strange land" zu einem Kultbuch erhoben hatten und vor seinem Haus kampierten, alles andere als begeistert war...allerding war "stranger in a strange land" auch etwas untypisch für Heinlein. Heinleins Weltanschauung spiegelt sich eher in seinen anderen Büchern wieder, zu denen einige der wohl militaristischten Werke auf dem Gebiet SF gehören (starship warriors z.B., wobei der Film gegenüber dem Buch recht harmlos ist) ...nicht umsonst laufen in der SF-Literatur einige US-Admirale u.ä. namens Robert A. Heinlein rum - sowohl als Hommage oder als Verarschung
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| | Freitag, den 12. 05. 2000 - 07:33 Der gemeinte Titel lautet 'Starship Trooper', nicht Starship Warriors', und liest sich gut weg. Vor dem geschilderten Hintergrund wirkt das Ganze überhaupt nicht 'militaristisch', sondern wie ein durchaus realistisches Gesellschaftsszenario unter permanenter Bedrohung. Auch empfiehlt es sich, einen Roman über eine fiktive Welt nicht für ein politisches Programm zu nehmen. Sonst ergeht es einem wie den Hippies, die glaubten, in Heinlein den Begründer einer auf Promiskuität gründenden Religion gefunden zu haben. So lesen heißt schlecht lesen. Zur deutschen Ausgabe: Amazon-Besprechungen Im Übrigen ist bekannt, daß Heinlein eine Karriere bei der US-Army anstrebte, die ihm aufgrund einer Lungenerkrankung nicht möglich war. Anstattdessen wählte er ein paar Dutzend andere Jobs. Der des SF-Autors war der Lukrativste.
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| | Freitag, den 12. 05. 2000 - 07:44 Aus einer der Leser-Rezensionen: "Heinlein entwickelt die Vorstellung einer Gesellschaft, die, wie er selbst dazu sagt, legitimiert ist aus keinem anderen Grunde als dem, daß sie funktioniert. "
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| | Freitag, den 12. 05. 2000 - 09:34 Der gemeinte Titel lautet 'Starship Trooper', nicht Starship Warriors' hast recht, war durch den alten deutschen Titel "Sternenkrieger" von BL falsch inspiriert... , und liest sich gut weg. in der Tat... Vor dem geschilderten Hintergrund wirkt das Ganze überhaupt nicht 'militaristisch', sondern wie ein durchaus realistisches Gesellschaftsszenario unter permanenter Bedrohung. wieso siehst Du da einen Widerspruch ? H. entwickelte ein Szenario, das in sich stimmig ist, allerdings auf Betrachter unter anderen Gesellschaftsbedingungen militaristisch wirkt (siehe auch diverse der Amazon-Rezensionen, gerade auch auf AMAZON.COM, anscheinend ist Starship Troopers inzwischen eine Pflichtlektüre bei den Marines...)
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| | Freitag, den 12. 05. 2000 - 09:47 Militarismus ist kriegsverherrlichend. Heinlein entwirft eine Gesellschaft, die unter äußerer Bedrohung zu einer durch und durch Militärischen wird. Und zwar mit Notwendigkeit. Das ist deskriptiv. Er beschreibt diese Gesellschaft von innen heraus. Das ist legitim und keineswegs militaristisch.
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| | Freitag, den 12. 05. 2000 - 10:26 Militarismus ist kriegsverherrlichend. alles eine Frage der Definition... (aus: Meyers Lexikon, Das Wissen A-Z, Link von HG) Militarismus: [lat.-frz.], militär. Grundsätze, Ziele und Wertvorstellungen in der Politik eines Staates und der Übertragung militär. Prinzipien auf alle Lebensbereiche.
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| | Freitag, den 12. 05. 2000 - 10:53 Fremdwörterduden: .... Überbetonung militärischer Gesinnung .... Ich verstehe den Vorwurf des Militarismus so, wie beschrieben, denn so ist er üblicherweise gemeint. Wenn der Begriff rein beschreibend gemeint ist, eben in dem Sinne, daß Heinlein eine militärisch organisierte Gesellschaft zeichnet, so habe ich damit kein Problem. Allerdings liegt dann auch keine Kritik vor.
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| | Freitag, den 12. 05. 2000 - 11:58 Allerdings liegt dann auch keine Kritik vor. Warum auch ?
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| | Freitag, den 12. 05. 2000 - 12:24 Weil Heinleins alter ego ? pass nur auf dich auf... in Verbindung mit Heinleins Weltanschauung spiegelt sich eher in seinen anderen Büchern wieder, zu denen einige der wohl militaristischten Werke auf dem Gebiet SF gehören für mich anders nicht zu verstehen war.
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| | Freitag, den 12. 05. 2000 - 13:32 vielleicht hättest Du die beiden Absätze dazwischen in deine Schlußfolgerung mit einbeziehen sollen - steht eigentlich als logische Kette und NICHT als Klammer da...
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| | Montag, den 28. 08. 2000 - 02:19 Ich mußte gerade mit Hohnlachen zur Kenntnis nehmen, daß die Kirche, die der Marsianer in Heinleins Stranger in a Strange Land - Fremder in einer fremden Welt tatsächlich existiert. Dies berichtet gerade der Interviewer von Wolfgang Jeschke, dem Herausgeber der Heyne-SF-Reihe. Irgendwelche Irren haben sie gegründet, und sie soll im Internet unter dem Namen The Church of all worlds gut recherchierbar sein. Es soll sich um eine der erfolgreichsten Neugründungen der letzten Jahrzehnte handeln. Heinlein muß man hoch anrechnen, daß er die Gelegenheit nicht genutzt hat, zum Kirchenführer aufzusteigen. Anders, als der SF-Autor Ron Hubbard. Aber der konnte von seinem schlecht geschriebenen Mist ja auch nicht leben. Nein, ich faß es nicht. Was gibt es nur für Arschlöcher. Die Entstehung des Christentums darf man sich wohl ähnlich vorstellen.
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| | Montag, den 28. 08. 2000 - 02:23 Da sind sie schon: Church of all Worlds.
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