| Subtopic | Msgs | Last Updated | |
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| | Freitag, den 24. 11. 2000 - 11:27 HG, I love you und es ist völlig wurscht, was jeder von uns ist. Agnostiker? Ich bin nicht religiös, bin aber der jüdischen Kultur sehr gebunden. Die Kultur, die jedes Volk in sich trägt macht die Welt viel interessanter. Antisemitismus? Das ist ein Teil der abendländischen Kultur, deswegen extrem schwierig auszurotten und es macht dem Abendland große Ehre, dass es ständig gegen Antisemitimus kämpft (jaja, trotz allem).
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| | Freitag, den 24. 11. 2000 - 17:10 Antisemitismus? Das ist ein Teil der abendländischen Kultur Scheint mir auch so. Wird im Moment zur Leitkultur erklaert. Margret wuerde jetzt natuerlich erklaeren, Antisemitismus sei erst um 1900 entstanden und haette Rassenhass zur Grundlage. Das vorher waere religioes bedingter Judenhass gewesen. Der religioes bedingte sei mit dem rassisch bedingten ausgestorben, vielmehr ersetzt worden. Ich wuenschte nur, sie waere keine Juedin. Das war mal wieder einer meiner schraegen Scherze. Tatsaechlich hatte ich mal wieder in den verscheidenen Foren gelesen und war ob der grossen Anziehungskraft der juedischen Kultur auf verschiedenste Menschen verwundert. Des letzteren war da immer wieder der Begriff Polisemit aufgetaucht. Sozusagen als erweitertes Schimpfwort fuer Multikultis, Antifas und potentielle Gutmenschen. Ich erinnerte mich spontan an eine Sendung auf NTv, eine Talkrunde mit Erich Boehme und noch jemand. Gast war ein juedischer Dirigent (Name gerade nicht verfuegbar). Jedenfalls wurde dieser Musiker von den anderen Protagonisten permanent mit antijuedischen Vorurteilen konfrontiert und befragt, wie er sich denn dabei fuehle. Nun lebt so ein Dirigent, also ein Musiker und Theatermensch aus Leidenschaft, natuerlich in einer etwas anderen Welt als Durchschnittsbuerger. Dementsprechend wollte er den bohrenden Fragen der anderen, ob er nicht Angst haette in einem judenfeindlichen Land wie Deutschland nicht so recht folgen. Im Gegenteil, er lobte das deutsche Volk ob seiner Bemuehungen, die Geschichte nicht zu verleugnen und meinte, er fuehle sich hier absolut sicher. Was er von anderen Laendern nicht behaupten koenne. Das hat den beiden anderen Gespraechsteilnehmer allerdings keine Ruhe gelassen. Sie waren der festen Ueberzeugung, man muesse als Juede in Deutschland Angst haben. Also zwirbelte Boehm weiter an seine Brille, nahm den Deliqenten in's Visier und bohrte weiter nach. Es gaebe ja Menchen, die behaupten wuerden, Juden waeren nicht in der Lage, grossartige Musikwerke zu verfassen. Sie waeren bestenfalls in der Lage, diese Nachzuspielen, besser gesagt, nachzuaeffen. Denn sie wuerden in ihrer Interpretation diese nicht in tiefstem Seelengrund treffen koennen. Der Dirigent verzog etwas gequaelt das Gesicht um dann zu erwiedern, er schaetze deutsche Komponisten zu tiefst. Und er stehe der ungeheuren Schaffenskraft dieser, speziell um die Jahrhundertwende, staunend gegenueber. Die marginale Praesenz juedischer Komponisten erklaerte er sich aus der Ruhelosigkeit juedischer Gesellschaft, die keine Moeglichkeit gehabt haette, Wurzeln zu einem Land oder einer Kultur dauerhaft zu schlagen, welches er als Vorraussetzung fuer eine komponistische Schaffenskraft ansah. Er selbst hatte in Bayreuth Wagner dirigiert, welchem er grossen Respekt zollte. Wiederrum musste Boehme nachbohren, ob er sich denn nicht schlecht dabei fuehle, wenn er Wagner dirigiere. Schliesslich waere der ja ein schlimmer Antisemit gewesen. Er erwiederte darauf, dass sich Wagners Antisemitissmus aus dem geschichtlichen Kontext erschliessen wuerde und nichts mit seiner Musik zu tun haette. Er betonte nochmals, dass er Wagner sehr schaetze und mit den Berliner Phillharmonikern sehr kraftvolle Interpretationen Wagnerscher Stuecke erarbeitet hat, die er dann, nach langem Warten, mit diesen auch in Israel auffuehren konnte. Er betrachtete das als einen Schritt zu mehr gegenseitigem Verstaendniss, zur Voelkerverstaendigung. Tja, ein Kosmopolit, dieser Dirigent. Was faellt dabei auf? Die Protagonisten Boehm und der andere hatten nichts anderes zu tun, als die ganze Sendung lang auf Vorurteilen gegen Juden rumzureiten. Fast mochte man meinen, es waere fuer sie eine Art erotisches Erleben gewesen, welches ihnen heisskalte Schauer ueber den Ruecken getrieben hat. Fuer mich sass da ein Musiker. Einer mit Leib und Seele. Der Menschsein verstanden hat. Und mit seinen Musikerkollegen im Einklag steht. Einer dieser Menchen, die ich in meiner kuenstlerischen Schaffenszeit zu schaetzen gelernt habe. Bedeutend ist nicht, wo, wie und als was du geboren bist, sondern was du tust. Was du in die Gemeinschaft der Schaffenden einbringst. Boehm und den anderen empfand ich hingegen als Seperatisten, die nichts anderes im Sinn hatten, als Keile zwischen die menschliche Verstaendigung zu treiben, der eigenen Selbstbefriedigung willen. Ich bin nicht religiös, bin aber der jüdischen Kultur sehr gebunden. Was bedeutet juedische Kultur fuer Dich? Die Kultur, die jedes Volk in sich trägt macht die Welt viel interessanter. Wie wahr. Ich persoenlich gehoere ja dem deutschen Volk an. Allerdings machen mich meine familienspezifischen Wurzeln zum Multikulturisten. Oder sind es vielleicht sogar doch die deutschen Wurzeln in mir? Ist es nicht Deutschland, welches zu vielen Kulturen dieser Erde freundschaftliche Kontakte pflegt? Mag vielleicht geographisch bedingt sein. Schliesslich liegt Deutschland ja in der Mitte Europas. Grenzland sozusagen. Durchwanderungs und Einwanderungsland gleichermassen. Gut fuer Integration und Desintegration. Multikulti pur. Zwei Beispiele aus der aktuellen Debatte noch: In zeiten wo sich juden ihrer eigenen weltorganisationen schaemen, Israel faktisch genozid betreibt, juedische gelehrte in immer schaerferer form kritik in den eigenen reihen vorbringen, juedische gruppierungen in USA gesellschaftliche interessen in widerlicher weise mit der moralischen brechstange des Holocaust und der anschuldigung des antisemitismus durchsetzen, faellt es schwer noch die motivationen der redner zuzuordnen. Auffaellig, Jude ist Jude. Der klassische Gedanke eines Antisemiten. Die sind eben so. Gebraucht zur eigenen Rechtfertigung, der juedische Antisemit: Darf ich die position eines juedischen gelehrten einnehmen der die eigene ethnische minderheit kritisiert und mir dessen argument zu eigen machen? Ein kluger Mensch erwiedert: Die Diskussionen für und gegen die Judenemanzipation nahmen kein Ende, viele sagten, dass die Juden, ob assimiliert oder konvertiert, unmöglich zu ändern waren, deswegen sollte man ihnen die Emanzipation auch nicht ermöglichen. Die Juden waren aber meistens sehr zufrieden, endlich eine relative Gleichberechtigung zu erreichen. Sie adoptierten eifrig die europäische Kultur, damit aber verinnerlichten sie auch die innewohnende Judenfeindschaft dieser Kultur. Sie wollten ein Teil der nichtjüdischen Kultur und Gesellschaft sein und empfingen ihre jüdische Identität als Last und Schande. Allgemein und vereinfacht gesagt: Ein Konvertierter im Mittelalter oder ein total Assimilierter in der frühmodernen Zeit war immer mehr oder weniger antisemitisch indoktriniert. Wie auch immer, Tamara, Du bist fuer mich Mensch. Das alleine zaehlt. Wir sehen uns. HG
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| | Sonntag, den 26. 11. 2000 - 23:55 HG: Der Dirigent (und Pianist) muss Daniel Barenboim gewesen sein. Er weiß nicht genau, ob er weiter in Berlin bleibt, seine Bedingung ist, dass die Ostberliner Oper nicht geschlossen wird. Neulich wurde er mit antisemitischen Kommentaren konfrontiert und war darüber beunruhigt. Er will Wagner in Israel einführen, ich habe vor ungefähr 11 Jahren in der israelischen Presse ein Interview mit ihm über dieses Thema gelesen. Eine vollständige Antwort kommt in ein paar Tagen.
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| | Freitag, den 08. 12. 2000 - 19:11 Tamara, Bevor ich auf die Einwände, die du oben gegen mich erhebst (und die, befürchte ich, alle auf Missverständnissen beruhen), im Einzelnen eingehe, will ich dir auch hier noch einmal wiederholen: Ich bitte dich um Verzeihung, wenn ich dich oder irgendeinen Juden durch meine Worte im ZiN verletzt haben sollte. Wenn aber, dann geschah das unwillentlich. Aber schmerzlicher ist doch der Argwohn, den du seit fast einem Jahr gegen mich hegst, und der sollte als Erstes bereinigt werden. (Ich tue es hier, nicht per privater Korrespondenz, da du das anscheinend so wünschst.) Es war ja so, wie du dich erinnern wirst, dass ich zuerst von dir angemailt wurde (im März 1999, aus der ersten Mahnmal-Debatte im SpOn heraus), dass darauf eine sehr freundschaftliche, ja massive Korrespondenz zwischen uns beiden entstand, und dass diese von dir im Dezember 1999 abgebrochen worden ist. Aus völlig heiterem Himmel. Ich hatte mir gerade von dir das Chanukka-Fest erklären lassen und wir unterhielten uns über Shakespeares Othello. Und dann war von deiner Seite Schluss. Ich habe dich mehrmals eindringlich um eine Erklärung gebeten; ich wusste wirklich nicht, was los war; aber ich habe von dir keine Aufklärung erhalten; und eins kann ich dir versichern: Ich blicke in mich hinein und ich sehe keinen Antisemitismus. Mehr lässt sich dazu nicht sagen. Mittlerweile glaube ich nicht mehr, dass das da im Dezember 1999, was uns auseinander gebracht hat, Missverständnis oder Missgeschick war. Dein plötzlicher Argwohn gegen mich, befürchte ich, entstammte übler Nachrede. Von wem? Tamara, du wirst es wissen, wer dir da was unterzujubeln versucht hat. (Ich habe einen Verdacht.) Aber dein Argwohn ist unbegründet. Von meiner Seite war und bin ich dir wohlgesonnen, habe dich auch nicht, wie du im ZiN merkwürdigerweise behauptest, in unserer Initiative gegen das von den Bonnern Geplante "benutzt", sondern wir sind zusammen gegen etwas aus unserer gemeinsamen Sicht Unsinniges vorgegangen, das man aus wohlerwogenen Gründen zurückweisen konnte bzw musste. Wie gesagt, nachdem du zuerst Kontakt mit mir aufgenommen hattest. Du musst nicht denken, dass du dich damals in mir getäuscht hast. 0931/71464 (mein Telefon — falls etwas privat besprochen werden soll).
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| | Freitag, den 08. 12. 2000 - 22:03 Margret: Die Sachen, die du hier bringst haben mit diesem Forum genauso viel zu tun wie Andrew Marvells Lied „The Definition of Love“ mit einer Diskussion über das Berliner Mahnmal. Ein altes Sprichwort sagt: Wer mit dem Feuer zuviel spielt, verbrennt sich. Die Idee, dass man jede Sache sagen und dann durch Sprachgymnastik drehen kann, dass der Andere unter sprachlichen Zauberei blind wird und deiner Sprachgymnastik sich beugen und glauben soll, das drückt sich bei dir sowohl im privaten als auch im politischen Bereich aus. Nur noch eine Korrektur: ICH habe mich nie im Leben mit dir über Othello UNTERHALTEN. Dieses Thema will ich nicht weiter diskutieren. Kein dritter Mensch hat jemals versucht, mir etwas einzureden. Wenn du an Alex hinweist, dann sollst du wissen, dass er hundert Mal ehrlicher, korrekter und zuverlässiger ist, als du dir vorstellen kannst. Über Antisemitismus bin ich bereit in diesem Forum zu diskutieren. Dieser Begriff ist dadurch kompliziert, dass er meistens an Geschehen hinweist, die die letzte aggressive Form bekleiden. Auf der kulturellen Ebene aber reicht auch ein Diskurs, der als Katalysator für aggressive Einstellungen wirkt.
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| | Freitag, den 08. 12. 2000 - 23:57 Margret an Tamara: Ich bitte dich um Verzeihung, wenn ich dich oder irgendeinen Juden durch meine Worte im ZiN verletzt haben sollte. Wenn aber, dann geschah das unwillentlich. Aber mich oder irgendeinen anderen Nichtjuden, den sie mit genau den naemlichen Worten verletzt, geekelt, empoert usw. hat -- uns bittet sie nicht um Verzeihung. Weit weg davon, sie nennt uns Rufmoerder und so. Vielleicht kapiere ich endlich, was unter dem Negativbegriff 'Philosemitismus' gemeint wird?
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| | Samstag, den 09. 12. 2000 - 14:42 You’re so right about it, Steve. Was ich hier diskutieren wollte und leider komme viel zu selten dazu sind die kulturellen Phänomene. Die Geschichte hat uns so viele extreme Fälle von Antisemitismus geliefert, dass wir unter dem Begriff „Antisemitismus“ nur noch Ausdrücke von extremer Gewalt verstehen. Das ist heute im Westen kaum noch der Fall. Was dagegen blieb ist der kulturelle Hintergrund, die Cliches, die Bereitschaft, die Juden als etwas Spezielles zu sehen. Das Spezielle ist gewöhnlich negativ, manchmal auch positiv, was eigentlich nur ein anderes Aspekt des gleichen Problems ist, denn der Jude bleibt „speziell“. Das könnte als sehr kurze Antwort an Steve's Frage über Philosemitismus dienen. In diesem Fall ist der Jude die Verkörperung der Vollkommenheit. Eben das Gegenteil von Antisemitismus - und genauso falsch. Ideal wäre natürlich, dass Juden als total normale Menschen wie die anderen Menschen gesehen werden. Das mit dem auserwählten Volk können wir doch den Frommen für ihre Gebetstunde überlassen.
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| | Samstag, den 09. 12. 2000 - 19:34 Tamara, Ich hätte hier nichts mehr sagen sollen. Ein Freund, der sich das Ganze angesehen hat, schrieb mir: Du [hast] es in keiner Beziehung nötig..., öffentlich vor irgendeinem Menschen einen virtuellen Kniefall zu machen. Dazu bieten weder dein Charakter, deine Art oder deine Einstellung Anlass, noch irgendein Beitrag von dir. Ich habe es trotzdem versucht. Denn unsere Korrespondenz im vergangenen Jahr war sehr freundschaftlich und mir sehr teuer; die Art, wie sie von dir unvermittelt abgebrochen wurde, woraufhin du anscheinend in einen Abgrund an Argwohn gegen mich stürztest, war undurchsichtig und quälend; es schien die Sache wert, vielleicht hätte sich da doch Licht reinbringen lassen. Aber es nutzt anscheinend nichts. Je mehr ich sage, desto wilder werden deine Verdächtigungen. Es ist schade. Sei übrigens versichert (und Alex áuch), dass ich nicht ihn für den Zwischenträger halte. Von ein paar Ausnahmen abgesehen halte auch ich Alex für ehrlich. Mein Verdacht war ein anderer. Tamara, Dein polemischer Ton jetzt ist verletzend, die Beschuldigungen sind aus der Luft gegriffen. Genau wie die obigen übrigens auch; es scheint derzeit keine Verständigung zwischen uns möglich zu sein. Traurig. Es liegt nicht an mir, sondern an deinem fürchterlichen, ungerechtfertigten Argwohn. Nur noch eine Korrektur: ICH habe mich nie im Leben mit dir über Othello UNTERHALTEN. Dieses Thema will ich nicht weiter diskutieren. Dann reden wir eben über was anderes. Es war kein Tiefsinn :-) (du hasts vielleicht vergessen); aber die betreffenden E-Mails habe ich noch. Das Folgende aber ist unwahr und abwegig. Die Idee, dass man jede Sache sagen und dann durch Sprachgymnastik drehen kann, dass der Andere unter sprachlichen Zauberei blind wird und deiner Sprachgymnastik sich beugen und glauben soll, das drückt sich bei dir sowohl im privaten als auch im politischen Bereich aus Und nicht nur unwahr und abwegig: Das steht auch im Gegensatz zu allem, was du mir noch vor einem Jahr zu meiner Ausdrucksweise bescheinigtest, die dir als "ehrlich auf 10 Meilen Entfernung" vorkam, und stammt wahrscheinlich gar nicht ursprünglich von dir. Ich kann die Sprache gar nicht manipulieren. Dazu wäre ich, selbst wenn ich's wollte, überhaupt nicht geschickt genug. Und Steven: Ganz richtig, dich und die andern, die mir da Antisemitismus in die Schuhe schieben wollten, bitte ich nicht um Entschuldigung, denn ihr habt es besser gewusst, die Vorgeschichte zwischen uns ist eine andere und was ihr euch da geleistet habt, das ist nicht nur von mir als Rufmord bezeichnet worden. War das direkt genug?
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| | Samstag, den 09. 12. 2000 - 22:30 Vielleicht war da ein Missverstaendnis: ich will gar nicht, dass Du mich um Entschuldigung bittest, ich habe bloss Deine Aeusserung oben Ich bitte dich um Verzeihung, wenn ich dich oder irgendeinen Juden durch meine Worte im ZiN verletzt haben sollte. bemerkt, und es sonderbar gefunden, dass die naemliche Worte ein moeglicher Anlass fuer Entschuldigung waere, Tamara oder 'irgendeinem Juden' gegenueber -- und, anscheinend, gegenueber niemandem sonst. Sei übrigens versichert (und Alex áuch), dass ich nicht ihn für den Zwischenträger halte. Von ein paar Ausnahmen abgesehen halte auch ich Alex für ehrlich. Mein Verdacht war ein anderer. Wer war der Zwischentraeger? Siehst du wirklich nicht, dass Du spinnst? Dass Du nicht von Rufmoerdern umgeben bist, sondern eigentlich hochselbst den eigenen Ruf Stueck fuer Stueck ruinierst?
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| | Samstag, den 09. 12. 2000 - 23:04 Eigentlich wollte ich mich ja enthalten. Nur weil es mich betrifft, eine kleine Meldung zur Sache: Die Idee, dass man jede Sache sagen und dann durch Sprachgymnastik drehen kann, dass der Andere unter sprachlichen Zauberei blind wird und deiner Sprachgymnastik sich beugen und glauben soll, das drückt sich bei dir sowohl im privaten als auch im politischen Bereich aus Du kannst das Margret. Es zu verleugnen waere eine Verleugnung Deines linuistischen Sprachgeschicks. Hast Du doch viele Jahre studiert, oder? Ich will mich nicht anmassen, Dir Absicht in der Taeuschung zu unterstellen. Es mag Erfolg und Folge Deiner Ausbildung sein. Aber eine missbraeuchlicherere Sprache als Du sie verwendets hast ist mir kaum in meinem bisherigen Froenleben untergekommen. Dein Bemuehen um Ausgleich adelt Dich. Jedoch solltest Du nicht vergessen, dass der direkte Weg Dir nie verschlossen war. Dich allerdings direkt einem Gegenueber zu stellen, welches Du in Foren ansprichst, hast du nie gewagt. Allerdings will ich nicht to trotz eine Lanze brechen fuer Margret. Sie kennt meinen wahren Namen. Und hat nie Schindluder damit getrieben. So wie viele andere virtuellen Menschen, die ich bisher kennengelernt habe. Sollte eigentlich eine Selbstverstaendlichkeit sein. Wer auf wem auf welchen Ebenen rumhackt interessiert mich nicht. Aber ich wuerde gerne mal Stevens Sax live hoeren. *sentimental* HG P.s.: (Sorry Thamara, hat nix direkt mit dem Thema zu tun, aber ich hoffe, Du verstehsts das. Als Deutscher bin ich nun mal potentieller Anti-oder Pholisemit.) *nachttrunk bereitstell*
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| | Sonntag, den 10. 12. 2000 - 05:18 Na, Margret, mußt du dich hier anbiedern? *grovelgrovel*
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| | Sonntag, den 10. 12. 2000 - 12:57 Beate: Ich habe dieses Forum für eine Diskussion über Antisemitismus geöffnet und nicht für private Angelegenheiten. Außer Margret Popp hat sich keiner hier über etwas Anderes geäußert. Ich bin fassungslos, dass sie mit privaten Problemen in offenes Forum kommt. Wenn Anbiederung, dann haben weder Steve noch HG noch ich etwas damit zu tun. Ich habe ihr ganz klar erinnert, an welche private Probleme es ging und will das unter keinen Umständen weiter erklären, weder öffentlich noch privat. Es ging NICHT um Antisemitismus und das weiß sie ja. Aber unabhängig davon: Ja, ihre Interpretation der Geschichte dient gelegentlich als Katalysator für aggressive Äußerungen, das haben wir alle in den ZiN Foren gesehen. Das haben auch andere Forumsteilnehmer bemerkt und ich persönlich kann es weiter argumentieren, wenn es nötig ist.
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| | Freitag, den 22. 12. 2000 - 13:33 Eine kurze aber sinnfällige Übersicht zum jüdischen Leben in Israel heute gibt Henryk M. Broder im Spiegel. Als Hintergrundwissen für eine Antisemitismusdebatte sicherlich nicht von Nachteil.
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| | Freitag, den 22. 12. 2000 - 18:08 [off-topic] Aus Broders Artikel: "Der Vergleich [zwischen religioesen Fanatiker und Oeko-Fundis] mag manchem gewagt erscheinen, er ist aber nicht allzu weit hergeholt." Doch, der ist allzuweit hergeholt, der ist mehr als gewagt, der ist einfach ganz bloed. [end off-topic]
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| | Mittwoch, den 27. 12. 2000 - 20:48 Und wenn man sich mal die Strukturen des Antisemitismus so ansieht - mit welcher Perfketion sie vorbereitet wurden in der jüngsten Geschichte - wie sie untermautert, genähert wurden - dann denke ich oft wenn ich so durch die Foren laufe: "Ja, Tamara hat Recht. Da sind Juden ganz normale Leute. Das passiert nicht nur diesem Volk". Eine wirklich grauenhafte Struktur. Dieses "Anti".
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| | Mittwoch, den 27. 12. 2000 - 20:54 Und vielleicht noch ein paar Gedanken nachgetragen: "Was ist Antisemitismus?" wollen wir im Rahmen dieses Forums wissen. " In meinem Verstehen ist es das bewußte und gezielte Ausgrenzen. Der Versuch, einem bestimmten Menschen oder einem bestimmten Volk, unter allen Umständen nachweisen zu wollen, daß es "schlecht" ist. Perfekttionismus entwickeln in der Argumentation und Sichtweise, den Gegenüber an seinem Gesagten ersticken zu lassen: Eine Entschuldigung oder Erklärung ins Anbiedern herumzudrehen - ist eine Möglichkeit. Es gibt derer viele. Hauptsache, der Andere steht als "Idiot", "Verbrecher", "Rassist" da. Hauptsache negativ. - So ungefähr muss es wohl gewesen sein, als sich Antisemitumus auch entwickelt hat, nicht wahr? So etwas verhält es sich wohl immer, wenn "Anti" gewolltes Programm ist.
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| | Mittwoch, den 27. 12. 2000 - 22:13 In meinem Verstehen ist es das bewußte und gezielte Ausgrenzen.Ist das wirklich erforderlich? Ich denke da immer an die Frau, die bei einer Tür-zu-Tür-Umfrage gefragt wird, ob sie etwas gegen Neger hätte. Nein, antwortet sie, das wären doch auch nur Menschen. Auf die weitere Frage, wie sie denn reagieren würde, wenn ihre Tochter.... Brüllt die: Sie, meine Tochter ist nicht so eine. Und schlägt die Tür zu. Nein, Absicht ist nicht erforderlich. Es reicht völlig, wen das Pack genau so ist, wie es eben ist. Nett, dumm und verbindlich unverbindlich.
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| | Mittwoch, den 27. 12. 2000 - 23:32 "Nein, Absicht ist nicht erforderlich. Es reicht völlig, wen das Pack genau so ist, wie es eben ist. Nett, dumm und verbindlich unverbindlich." Eben. Ausgrenzung ist facettenreich. Und genügsam.
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| | Mittwoch, den 27. 12. 2000 - 23:40 Gegen Ausgrenzung an sich ist nicht viel zu sagen. Sie darf bloß nicht willkürlich oder unbegründet sein. Ausgrenzung von Nazis beispielsweise ist eine feine Sache.
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| | Donnerstag, den 28. 12. 2000 - 00:29 > Ausgrenzung von Nazis beispielsweise ist eine feine Sache. Ja - stimmt wohl. Aber gegen Ausgrenzung rein nach persönlichem Ermessen - dagegen ist wohl etwas zu sagen. Und der Spielraum scheint mir oft gewaltig zu sein. "Gutdünken" ist eine gefährliche Angelgenheit. Nicht immer im Großen. Aber im oft genug im Kleinen. Wenn es z.B. um die eigene Glaubwürdigkeit geht. Welche Instanz entscheidet denn, was es auszugreznen gilt? Welche Instanz ist moralisch dazu legitimiert? So manche Instanz hat sich befähigt gewähnt. Unbedenklich halte ich es, wenn Argumente angehört werden. Wenn die Instanz den Eindruck vermittelt, zumindest den Versuch zu unternehmen, sich in die gegenposition hineinzuversetzen und vesrtehen zu wollen. Bedenklich - und das sagte ich bereits - halte ich es - wenn Ausgrenzung zum Programm wird. Ziemlich egal ob gegen Nazis oder sonstwen. Ein Programm schließt Sichtweisen aus. Reagiert stubide auf Reizworte, ohne genau hinzusehen. Ähnlich auch der Propagande. _ Ah - Propagande ist eher negativ besetzt als "Programmm". Gegen gedankliche Ausgrenzung ist generell etwas zu sagen. Zum Einen, weil man die Stärken seines Feindes kennen muß, um dagegen anzugehen. Zum Anderen: Um den Feind tatsächlich zu erkennen. So mach Einer entpuppp sich als "Ente". Schwer zu verdauen - für den, der nicht genügend Größe besitzt.
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| | Dienstag, den 02. 01. 2001 - 22:07 Hm - und so wirklich scheint auch hier niemanden zu interessieren, wie das Programm "Ausgrenzung" funktioniert. Schade. Aber nicht wirklich. Es gibt ja Quellen und Orte, wo das alles sehr mit Interesse verfolgt wird.
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