| | Dienstag, den 18. 04. 2000 - 23:59 software agents werden von Menschen programmiert. Und die bestimmen, was die tun sollen. Techsklaven sozusagen, die im Dienste ihrer HerrInnEn oder MeisterInnEn die gestellte Aufgabe zur mehr oder wenigeren Zufriedenheit des EinsatzbeauftragtInnen dieses Werkzeuges erledigen. Dr. Maes thinks of software agents as virtual creatures, and compares them to real-world creatures. Dr. Frankenstein der Bytes und Bits? Amüsanter Gedanke.
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| | Samstag, den 06. 05. 2000 - 16:08 software agents werden von Menschen programmiert. Und die bestimmen, was die tun sollen. Techsklaven sozusagen, die im Dienste ihrer HerrInnEn oder MeisterInnEn die gestellte Aufgabe zur mehr oder wenigeren Zufriedenheit desMaes sieht das wohl im Grunde genau so. Intelligente Agenten sind Programme, an die mensch Aufgaben delegieren soll/kann, die zeitaufwendig und lästig sind. Zitat aus dem obigen link: She believes that users will control their computers more loosely, delegating many tasks to assorted software agents. Dr. Maes thinks of software agents as virtual creatures, and compares them to real-world creatures.Die Vorstellung dient wohl dazu, deutlich zu machen, was Intelligente Agenten von gewöhnlichen Anwendertools unterscheidet und wo die Potentiale von Agenten aus ihrer Sicht liegen. Also: Autonomes 'Handeln', Intelligenz, Lernfähigkeit.
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| | Sonntag, den 07. 05. 2000 - 00:16 Eine praktische Frage. Mein Auto ist schon längst überreif. Abschaffungsreif nämlich. Ich möchte mir ein neues oder richtiger, ein gutes gebrauchtes, am liebsten einen Einjahreswagen eines Firmenangehörigen, zB einen VW-Golf oder einen Ford Escort oder so anschaffen. (Nicht teuer im Verbrauch, aber auch nicht allzu winzig.) (Wo) gäbe es agents, die mir das Netz nach einem wirklich Klasse Angebot absuchten?
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| | Sonntag, den 07. 05. 2000 - 00:22 Dafür braucht es keine intelligenten Assistenten. Bei www.volkswagen.de sind beispielsweise bundesweit alle Gebrauchten der Fachhändler gelistet - und können nach den verschiedensten Suchkriterien eingegrenzt werden.
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| | Sonntag, den 07. 05. 2000 - 00:24 Danke, Alex! (Hach, und ich glaubte, da eine richtig stromlinienförmige wissenschaftliche Frage gefunden zu haben.) Also hypothetisch: Könnte man sogar auch agents dafür einsetzen? (Ahnungslos, die Frau...)
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| | Sonntag, den 07. 05. 2000 - 15:33 Hallo Margret, (Wo) gäbe es agents, die mir das Netz nach einem wirklich Klasse Angebot absuchten?Nachdem Alex Deinem ganz praktischen Anliegen bereits abgeholfen hat: Der Vergleich von kommerziellen Angeboten ist ein wesentlicher Bereich, in dem Agenten eingesetzt werden können und werden. Hier finden sich u.a. Agenten, die preisgünstige Angebote vermitteln. Dabei konnte ich einen Agenten für den Autokauf bislang nicht entdecken; dafür aber Überlegungen dazu, wozu man sich beim Autokauf der Hilfe von Agenten bedienen sollte und wozu nicht (Kapitel 3.3, ganz interessant zu lesen): Zusammenfassend läßt sich also sagen, daß elektronische Agenten vorwiegend in der Informationsphase Verwendung finden, da der erzielte Nutzen dort am größten ist, während die Anforderungen in Bezug auf Sicherheit und Korrektheit in dieser Phase noch relativ gering sein können. In der Vereinbarungsphase können Agenten für den Benutzer auch von Nutzen sein, die Korrektheitsanforderungen, sowie auch die Anforderungen an Vertraulichkeit und Integrität der ausgetauschten Daten sind jedoch wesentlich höher, was einen Einsatz schwierig macht. In der Abwicklungsphase wird schließlich ein hohes Maß an Vertrauen in die Agenten gefordert, welches sich nicht einfach realisieren läßt.
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| | Sonntag, den 07. 05. 2000 - 22:07 Jau. Dieses war ja um ein Haar zu erwarten. Gebrauchtwagen-Kauf bleibt Vertrauenssache, und die Agents können dem Verkäufer áuch nicht hinter die Stirn gucken.
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| | Sonntag, den 07. 05. 2000 - 23:01 Gebrauchtwagen-Kauf bleibt Vertrauenssache, und die Agents können dem Verkäufer áuch nicht hinter die Stirn gucken.Naja. Agenten können in jedem Fall zu mehr Markttransparenz für Käufer im Internethandel und besseren Preisen führen. Nicht alle Internet-Händler sind entzückt von dem blitzschnellen Preisvergleich. Sie fürchten den brutalen Preiskampf. Als Andersen Consulting einen der ersten Shopping-Agenten ausschickte, um CD-Preise zu vergleichen, blockierte manch Anbieter den neugierigen Bot. Große Internet-Händler wie die Online-Buchläden Amazon.com und Barnes and Noble, Teil der Bertelsmann-Gruppe, versuchen ebenfalls, den Kunden mit immer mehr Offerten, die auf die Person zugeschnitten sind, zu locken und zu binden. Was die Kaufverhandlungen und -abwicklung betrifft, sehe ich auch eher positive Aspekte. Ich würde dem verlinkten Text widersprechend vielmehr davon ausgehen, daß hier auch Chancen für den Verbraucher liegen, weil gut programmierte Agenten solche Verhandlungen mit einer anderen Systematik und Kompetenz führen können und weniger kommunikativen Täuschungsmanövern unterliegen als z.B. ich, die ich vom Innenleben von Autos nicht so viel Ahnung habe. Und Verhandlungsprotokolle können automatisch geliefert werden. (Zum Vertrauen beim Gebrauchtwagenkauf empfehle ich darüber hinaus den sehr lesenswerten Text von G. Brünner, Würden Sie von diesem Mann einen Gebrauchtwagen kaufen? In: Brünner, G./Gräfen, G.: Texte und Diskurse. Opladen 1994.)
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| | Sonntag, den 07. 05. 2000 - 23:13 Och Gott, und wie wenig Ahnung ich erst habe... Dann werd ich mir also mal deinen Ratsschlägen entsprechend den Markt transparent machen lassen. ;-)
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| | Montag, den 08. 05. 2000 - 21:31 Versuchs mal hier: Guestige Neu- und Jahreswagen
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| | Montag, den 08. 05. 2000 - 21:50 Christian, das ist kein Agent, sondern eine gewöhnliche Suchmaschine. Tips dieser Art können in das oben eingerichtete Beiforum eingestellt werden. Merkmal von Kauf-Agenten ist gerade, daß sie diese Informationssuche einschließlich Preisvergleich und ev. Kaufabwicklung selbständig durchführen können.
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| | Montag, den 08. 05. 2000 - 22:02 Aus dem oben schon mal eingestellten link habe ich mal die zentralen Eigenschaften von Intelligenten Agenten - die sie auch von Suchmaschinen unterscheiden - rauskopiert (Kapitel 3.2): Eigenschaften Autonomie Foner schreibt in seiner Studie [Fone93], daß ein Agent auf jeden Fall in der Lage sein muß, autonom, also unabhängig von einer Interaktion mit seinem Benutzer, zu handeln. Wörtlich heißt es bei ihm : "Any agent should have a measure of autonomy from its user. Otherwise, it´s just a glorified front-end, irrevocably fixed, lock-step, to the actions of ist user." ([Fone93], S. 35). Eine autonome Ausführung von Aktionen setzt voraus, daß der Agent die Kontrolle und den Überblick über seine Aktionen und seinen Status behält. Er muß ein gewisses Grundwissen über die Aktionen, welche er ausführen will, haben, über die Bedeutung dieser Aktionen, und über Aktionen, die er bereits ausgeführt hat. Autonomie ist eine wesentliche Eigenschaft zur Unterscheidung von Agenten und "normalen" Programmen. Kommunikationsfähigkeit Genesereth und Ketchpel [GeKe94] definieren eine weitere Eigenschaft, die ein Programm von einem Agenten unterscheidet. Sie sagen : An entity is a software agent if and only if it communicates correctly in an agent communication language such as ACL" ([GeKe94] S. 50). Dabei ergeben sich drei unterschiedliche Bereiche der Kommunikation : + Kommunikation zwischen Agent und Benutzer + Kommunikation zwischen Agent und Ausführungsumgebung (Rechner / Betriebssystem) + Kommunikation zwischen zwei Agenten Die Kommunikation zwischen Agent und Benutzer, zum Zwecke der Aufgabenerteilung und der Ergebnisbekanntgabe, kann relativ einfach über die gängigen Arten von Benutzerschnittstellen (Formulare, Menüs, usw.) realisiert werden. Für die Kommunikation mit einem Rechner oder mit einem anderen Softwareprogramm (bspw. einem anderen Agenten) muß jedoch eine einheitliche Kommunikationssprache definiert werden. Eine solche Agent Communication Language ist die von Genesereth und Ketchpel vorgestellte ACL, die zum einen sehr kompakt strukturiert und damit einfach zu handhaben ist, zum anderen jedoch die Möglichkeit bietet, eine große Zahl unterschiedlicher Informationsarten zu beschreiben. Intelligenz Intelligente Agenten sind wesentlich komplexer zu realisieren, können aber sehr viel autonomer agieren. Sie greifen auf eine Wissensbasis zurück, um "logische" Entscheidungen zu treffen, die der Programmierer nicht konkret vorgeben konnte ([HKLM95], S. 7). Diese Agentensysteme sind in der Lage, Problemlösungen zu entwickeln, Aktionen zu planen, oder ihr Wissen durch Lernprozesse zu erweitern. Intelligenz ist keine notwendige Eigenschaft von Agenten, sie fördert jedoch die Autonomie, da weniger Interaktion mit dem Benutzer nötig ist. Mobilität Eine letzte zu erwähnende Eigenschaft ist die Mobilität von Agenten. Mobilität bedeutet, daß ein Agent in der Lage ist, seine Position, also seinen physikalischen Ort im Netz, zu ändern. Dabei kann der Agent selbständig entscheiden, wann er dies tut, und wohin er migrieren (wandern) möchte. Er teilt seinem aktuellen Server zur Laufzeit mit, wohin dieser ihn senden soll. Der Server ist dann dafür zuständig, daß der Agent über das Netz an den Zielserver übertragen wird. Auf dem Zielserver läuft der Agent an der Stelle im Programm weiter, an der er auf dem Ausgangsserver angehalten wurde. ...
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| | Montag, den 08. 05. 2000 - 22:37 Ach, kein Agent?? Man ist sein eigener Agent, und spart sich somit die Kosten fuer den Agenten.
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| | Mittwoch, den 10. 05. 2000 - 01:25 Also dann laß' uns mal genauer diskutieren, was ein Agent ist. Die Definitionsbandbreite scheint da erheblich zu sein. Christian, das ist kein Agent, sondern eine gewöhnliche Suchmaschine.Die Frage ist aus meiner Sicht, inwieweit sind Suchmaschinen zu eigenständigen, unabhängigen Aktionen fähig? Wie ich das sehe, enthalten Suchmaschinen wie Lycos und Alta Vista Agenten, die sich entlang der Hyperlinks durchs Internet oder andere Netze hangeln. Der Abfrageserver selbst, über den diese Programme indirekt zur Aktivität veranlaßt werden, muß vom Benutzer aber erst eigenständig in Gang gesetzt werden. In dem Zusammenhang finde ich bei Agenten gerade erst wirklich interessant, wenn sie ihre Leistungen kontinuierlich und selbständig und nicht nur unmittelbar user-induziert ausführen. Zum Teil wird das offensichtlich auch als Definitionsmerkmal von Agenten angesehen ( What is an agent?). Ich habe z.B. permanent Abfragen beim Suchagenten Informant laufen. Der liefert mir regelmäßig von selbst alle paar Tage ganz brauchbare Informationen z.B. zu "Intelligenten Agenten". BTW, ich vermute, Huck würde sich über Deinen KFZ-Link auch in seinem Weblink-Forum freuen. Ich zumindest finde den nämlich wirklich interessant!
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| | Mittwoch, den 10. 05. 2000 - 19:21 Dazu noch: Man ist sein eigener AgentKann man so sehen. Hier wird das - rein definitionsmäßig - ebenso wie von Dir gesehen (s. insbesondere das Schaubild im unteren Drittel!): An autonomous agent is a system situated within and a part of an environment that senses that environment and acts on it, over time, in pursuit of its own agenda and so as to effect what it senses in the future. Wozu also überhaupt Softwareagenten? Die Agenten-Pionierin Pattie Maes sieht Softwareagenten als funktionale "Helfer" an, auf die man Aufgaben delegiert und die eine Erweiterung der eigenen Person darstellen (!). it's more about making people more intelligent and allowing people to be able to deal with more stuff, more problems, more tasks, more information. One of the limitations of our minds as they are now, is that we're good at doing one thing at a time and keeping track of one thing, but the nature of our everyday concerns is very different, and we have to deal with multiple problems and do a lot of multi-tasking and continuously keep track of all these different things. It's something we're not good at, something we're not made for. But we can extend ourselves, or augment ourselves, by having software entities that are an extension of ourselves and act on our behalf. Dabei können Agenten eben nicht nur allgemeine Aufgaben erledigen (wie die Agenten in den Suchmaschinen), sondern auch nutzerspezifisch eingestellt sein bzw. sich auf einen Nutzer einstellen und dessen Präferenzen kennenlernen. An diesen Überlegungen setzt auch massive Kritik an der Agententechnologie an. ... Agents make people redefine themselves into lesser beings. THAT is the monster problem. Frankenstein ist wohl am ehesten hier angesiedelt!
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| | Dienstag, den 23. 05. 2000 - 15:21 Holodecktechnologie in Entwicklung: Web-Agenten führen durch den Informations-Dschungel Sie sind nicht aus Fleisch und Blut, sondern virtuelle Wesen, die Web-Agenten des Hamburger IT-Start-Up-Unternehmens Novomind AG. Die Wagniskapitalgesellschaft Techno Nord VC GmbH hilft der Neugründung, die am Freitag in der Bramfelder Straße 121 mit einer Standard-Software für virtuelle und intelligente Web-Agenten an den Markt geht, mit 2,4 Millionen Mark auf die Sprünge. Rund 1,2 Millionen Mark der Summe stammen aus dem Innovationsfonds Schleswig-Holstein und Hamburg. "Mit dem Einsatz von intelligenten Web-Agenten startet eine neue Generation der Internet-Präsentationen", sagt Gottfried Neuhaus, Geschäftsführer der Techno Nord. "Welcher Standort eignet sich hierfür besser, als die Multimedia-Hochburg Hamburg?" Die virtuellen Wesen sollen die Internet-Nutzer interaktiv durch die Website eines Unternehmens führen. Die Aufgabe der Online-Figuren: Begrüßen, Beraten, Suchen und Helfen. Nach Angaben von Novomind-Vorstand Peter Samuelsen können auf der Basis der Softwarelösung Novomind IQ Figuren entwickelt werden, die sich in Aussehen und Charakter frei gestalten lassen. Für die Unternehmen entstehe auch der Effekt, dass sich die Dialoge zwischen Figur und Besucher auswerten und zu Nutzerprofilen zusammenstellen lassen. Samulesen: "Mit virtuellen Agenten leisten Unternehmen einen zukunftweisenden Kundenservice. Sie nehmen den Besucher der Site an die Hand, halten ihn fest und übernehmen damit wichtige Marketingaufgaben." Techno Nord-Geschäftsführer Neuhaus ist davon überzeugt, dass die Web-Agenten das Verbindungsglied zwischen High-tech und Mensch sind, das bis jetzt gefehlt hat. pmw
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| | Dienstag, den 23. 05. 2000 - 15:39 Agenten sozialkompetent? Diese Agenten sind flexibel, vielleicht intelligent, aber nicht sozial. Anders der Ansatz bei Popnet Agentscape. Für die Flirtmaschine (www.flirtmaschine.de) entwickelten Psychologen und Gestalter den Cyb, einen Partnervermittlungsagenten. "Schnell, intelligent und sympathisch soll er sein", erläutert Frank Reese (33), Psychologe und Interaktionsdesigner bei Agentscape. Kugelrund und bunt ist der Cyb geworden. Wie ein Tamagochi zeigt er Gefühle. Wird er beachtet und ernst genommen, ist er zufrieden. Wird er ignoriert, reagiert er beleidigt. Trotzdem ist er lediglich das Gesicht einer Agentensoftware. Die funktioniert folgendermaßen: In einer Datenbank werden Kundenprofile gesammelt, im so genannten Content-Bereich findet sich ein Lifestyle-Angebot mit Ressorts wie Sport, Film oder Kosmetik. "Hier hinterlässt der Kunde Spuren, die der Agent verfolgt. Die Kundenprofile werden so ständig dynamisch erweitert", so Reese. Nach etwa zwei Online-Stunden hat der Cyb seinen neuen Kunden gut genug kennen gelernt. Dann macht er einen Partnervorschlag. Den wiederum kann der Kunde im Cybometer bewerten. Rund 1000 Einträge hatte die Flirtmaschine in der Betaversion. Anfang April nun soll sie mit der endgültigen Version online gehen - möglichst bald mit etwa 5000 bis 10 000 Interessenten. Allerdings soll diese Lifestyle-Spielart erst der Anfang einer Serie von Agentenanwendungen sein. "Der Agent muss Vertrauen erwecken", sagt Frank Reese, "dann ist er auch für E-Commerce-Anwendungen denkbar."
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