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High Debate: Wissenschaft: Aus der bunten Welt der Wissenschaft...: Archivieren bis zum 22. Januar 2001
  

Cybermind

Sonntag, den 29. 10. 2000 - 15:14 Click here to edit this post
Neue Technologien bzw. Forschungen lassen sich nicht aufhalten. Oppenheimer hat bei der Entwicklung der Kernspaltung nicht an den Einsatz als Atombombe gedacht, sondern als Energiequelle welche die Ausbeutung der Ölresourcen beendet. Was die Menschheit (Industrie/Militär) mit diesen neuen Erkenntissen anfängt, liegt nicht mehr im Einflussbereich des Erfinders. Kein Forscher kann die Auswirkungen seiner Arbeit konkret über längere Zeit abschätzen und wenn ich heute die richtige Idee zur Realisierung einer Raumfaltung hätte, würde ich nicht über die Folgen nachdenken.
Leider ist der breiten Masse auch nicht bekannt an welchen Projekten derzeit gearbeitet wird (interessiert oder kapiert der durchschnittliche Bundesbürger nicht). Daher wird man erst hellhörig wenn Gefahr droht bzw. schon vorhanden ist. Wenn demnächst der Linearbeschleuniger (ist noch im Bau) mit der nötigen Energie um ein MINI-Black Hole zu erzeugen in Betrieb genommen wird, hoffen die Betreiber, daß dieses Schwarze Loch innerhalb von einigen Mikrosekunden wieder kollabiert und so nur zur Grundlagenforschung der Quantenphysik beiträgt. Wenn dieses Loch nicht kollabiert und den Linearbeschleuniger, die Erde, das Sonnensystem durch seine enorme Gravitation einverleibt, bleibt uns keine Zeit mehr darüber zu entscheiden, ob wir nicht doch die Finger von Dingen lassen sollten, die wir nicht genau verstehen. Die Menschheit ist an einem Punkt angelangt an dem künftige wissenschaftliche Neuerungen über Sein oder Nichtsein enscheiden werden.

  

Alexander Virchow

Sonntag, den 29. 10. 2000 - 15:44 Click here to edit this post
Wenn dieses Loch nicht kollabiert und den Linearbeschleuniger, die Erde, das Sonnensystem durch seine enorme Gravitation einverleibt, bleibt uns keine Zeit mehr darüber zu entscheiden, ob wir nicht doch die Finger von Dingen lassen sollten, die wir nicht genau verstehen.

Das ist Quatsch³.

Selbst wenn es möglich wäre, stabile Mini-Black-Holes zu erstellen - die gesamte Quantenmechanik spricht strikt dagegen - , so würde daraus schlicht garnix resultieren. Ein solches Loch hätte gerade mal genug Anziehungskraft, um seine Umgebung im Nanometerbereich zu säubern.

Katastrophistisches Blabla.

  

MrStupid

Montag, den 30. 10. 2000 - 00:49 Click here to edit this post
Ein solches Loch hätte gerade mal genug Anziehungskraft, um seine Umgebung im Nanometerbereich zu säubern.

Du vergißt, daß die Materie der Umgebung ebenso beweglich ist, wie das Loch selbst. Einerseits würde aus der Umgebung weitere Materie in den Wirkungsbereich des Loches diffundieren um von ihm verschluckt zu werden und andererseits würde das Loch sich in Richtung Erdmittelpunkt auf den Weg machen, durch diesen hindurchfallen bis es die andere Seite der Erde kehrt macht. Dieses Spiel würde sich solange wiederholen, bis das Loch die gesamte Erde akkumuliert hätte.

Glücklicherweise kann das nicht passieren. Nicht, weil die Quantenmechanik ein derartig kleines stabiles schwarzes Loch ausschließt, sondern weil es schon längst passiert wäre, wenn es denn ginge. Die Erde wird aus dem All pausenlos von hochenergetischer Strahlung bombardiert, die um Größenordnungen energiereicher ist, als das Leisungsmaximum des erwähnten Teilchenbeschleunigers. Wenn das beschriebene Horrorszenario realistisch wäre, dann wäre es von diesen Teilchen schon vor Jahrmillarden ausgelöst worden. Ein Blick aus dem Fenster genügt, um festzustellen, daß dem nicht so ist.

Der Beschleuniger wird also nichts weiter tun, als natürlich, ständig um uns herum stattfindende, aber leider unvorhersagbare Ereignisse unter kontrollierten Bedingungen auszulösen.

  

Alexander Virchow

Dienstag, den 31. 10. 2000 - 14:09 Click here to edit this post


....

Der kanadische Wissenschaftler David Dolphin von der Universität in British Columbia glaubt, dass eine erbliche Stoffwechselstörung zur Legende von Werwölfen und Vampiren führte, die Porphyrie. Bei Porphyrie-Kranken ist die Produktion des roten Blutfarbstoffes gestört. Ursache kann entweder ein ererbter Gendefekt oder eine Vergiftung sein, beispielsweise durch Blei oder andere Chemikalien. Die biochemischen Grundprodukte zur Herstellung des Blutfarbstoffs häufen sich dadurch im Körper an, unregelmäßig auftretende Bauchkrämpfe und Depressionen können die Folge sein. In schweren Fällen schrumpfen Lippen und Gaumen und lassen die Zähne hervortreten, die durch einen Belag stets blutrot gefärbt erscheinen. So, als habe der vermeintliche „Vampir“ gerade Blut getrunken. Hinzu kommt die legendäre Lichtempfindlichkeit, Nase und Finger können unter Einfluss des Sonnenlichts verkrüppeln. Knoblauch ist ebenfalls Gift für Porphyrie-Kranke. Der Genuss von Dialkylsulfid, einer in Knoblauch enthaltenen Substanz, verschlimmert die Symptome.

Die erbliche Form der Porphyrie soll in britischen und deutschen Königshäusern gehäuft auftreten. „Mad King“ George III. und seine Nachkommen haben offenbar daran gelitten. Historische Berichte von Georges Leiden erweckten die Aufmerksamkeit der Wissenschaftler Martin J. Warren und David M. Hunt. Wie sie vergangenes Jahr im Fachmagazin „Sciene Spectra“ berichteten, gelang es ihnen mit Hilfe von Exhumierungen und posthumer DNS-Analysen, bei zwei Nachfahren des Königs eine Mutation nachzuweisen, die auf Porphyrie hindeutet. Bei einem erst 1972 verstorbenen Verwandten von George III. wurde Porphyrie noch zu Lebzeiten diagnostiziert.

Eine ganz andere Erklärung für die Vampirmythen hat dagegen Professor Christian Reiter, Gerichtsmediziner an der Universität Wien. Im Wiener Hofkammerarchiv stieß er auf Berichte einer rätselhaften Epidemie, die zwischen 1720 bis 1725 an der Grenze zu Serbien wütete. „Die Betroffenen fieberten und sprachen im Delirium davon, dass die Toten ihnen die Lebenskraft raubten“, fasst Reiter die Protokolle zusammen. In der serbischen Bevölkerung war der Glaube an Untote, die nachts aus ihren Gräbern steigen, bereits fest verwurzelt. Vampire wurden daher für das Übel verantwortlich gemacht. Exhumieren, pfählen, köpfen und verbrennen, nach diesem Muster wurde dann verfahren, um sich der Untoten zu entledigen. Beim Öffnen der Gräber wurde der Aberglaube auf schreckliche Weise genährt: Die Leichen in den Gräbern waren kaum verwest. „Selbst hagere Menschen schienen wohl genährt und rund von ihren Blutmahlzeiten, deren Reste noch aus Nase und Mund troffen. Man vernahm dazu ein leises Schmatzen“, beschreibt der Gerichtsmediziner Reiter die Szenerie.

Heute sind diese schauerlichen „Beweise“ für Vampirismus wissenschaftlich erklärbar. „Unter Luftabschluss verwest eine Leiche nur sehr langsam und ist oft noch nach zehn Jahren körperlich hervorragend erhalten.“ Für die übrigen Phänomene seien Faulprozesse verantwortlich, der Körper werde durch Gase aufgebläht. Entweichen kleine Gasblasen, entsteht das hörbare Leichenschmatzen. Oft tritt auch eine rötlich gefärbte Faulflüssigkeit aus Mund und Nase aus. Selbst für die sexuelle Komponente der meisten Vampirlegenden hat Reiter eine Erklärung: „Bei männlichen Verstorbenen ist häufig eine Erektion sichtbar, die ebenfalls durch Faulgase entsteht.“

....

  

Alexander Virchow

Freitag, den 17. 11. 2000 - 13:07 Click here to edit this post
Da lacht der Cyborg:

....und für die Robotersteuerung nehmen wir ein Affenhirn!

  

Alexander Virchow

Samstag, den 18. 11. 2000 - 11:47 Click here to edit this post


"Das ist so bedeutend, als würde man
heute einen kleinen, lebenden Dinosaurier
auf der Erde finden".

  

Annette Schneider

Sonntag, den 19. 11. 2000 - 16:59 Click here to edit this post
Wow.

  

Alexander Virchow

Freitag, den 24. 11. 2000 - 16:40 Click here to edit this post


   Ein Robot für
    jedermann!

  

Alexander Virchow

Samstag, den 25. 11. 2000 - 12:12 Click here to edit this post
... Der im nördlichen Teil Amerikas heimische Waldfrosch Rana sylvatica verfügt über eine bemerkenswerte Anpassungsfähigkeit: Wenn im Winter das Thermometer weit unter den Gefrierpunkt fällt und seine Umwelt im Kälteschock erstarrt, versucht erst gar nicht, einen warmen Unterschlupf zu finden — er lässt sich eingefrieren. Sein Blut, die Lymphe sowie sämtliche anderen Körperflüssigkeiten außerhalb der Zellen verwandeln sich zu Eis. Dadurch wird der Frosch bei zehn Grad Celsius unter Null hart wie ein tiefgekühlter Hühnchenschenkel, lebt aber trotzdem weiter. Das Innere der Zellen bleibt trotz der klirrenden Kälte flüssig, weil bestimmte Eiweiße und eine beträchlich hohe Salzkonzentration den Gefrierpunkt herabsetzen. ...

Als Ergänzung:

Siehe auch hier.

  

Alexander Virchow

Freitag, den 15. 12. 2000 - 14:56 Click here to edit this post
ALH84001 - es ist noch nicht vorüber

  

Steven Bollinger

Freitag, den 15. 12. 2000 - 21:36 Click here to edit this post
Aus dem verlinkten Artikel zu ALH84001:

'Inzwischen ist auch die Wahrscheinlichkeit für Wasser auf dem frühen Mars sehr gross.'

'Wahrscheinlichkeit?' Ich dachte, es war schon laenger allgemein als bewiesen betrachtet, das es Wasser auf Mars gegeben hat, dass das als praktisch sicher galt?

  

Alexander Virchow

Freitag, den 15. 12. 2000 - 22:09 Click here to edit this post
Gegeben hat. Tempus.

Und bevor wir nicht da waren - haben wir nur Photos. Im Wesentlichen.

  

Steven Bollinger

Samstag, den 16. 12. 2000 - 00:15 Click here to edit this post
Gegeben hat. Tempus.

Soviel hatte ich schon ("Wasser auf dem frühen Mars") mitbekommen...

  

MrStupid

Dienstag, den 19. 12. 2000 - 12:59 Click here to edit this post
Das Wiederaufwärmen von alten Geschichten wie angeblichen Bakterien in Meteoriten und ausgetrockneten Meeren auf dem Mars sind ein sicheres Indiz dafür, daß die NASA in finatiellen Schwierigkeiten steckt.

  

Alexander Virchow

Samstag, den 23. 12. 2000 - 13:13 Click here to edit this post
Neues Körperteil entdeckt.

  

chicita

Samstag, den 23. 12. 2000 - 22:03 Click here to edit this post
na alex..vielleicht besteht ja noch hoffnung für deine hände;)

  

Beate Riemenschneider

Sonntag, den 24. 12. 2000 - 02:49 Click here to edit this post
na alex..vielleicht besteht ja noch hoffnung für deine hände


Das erinnert mich an eine Reportage, die vorigen Monat durch die Fernsehnachrichten ging:

Arm transplant man 'cannot afford drugs'

btw, Alexander, was hast du gegen Stevens Gebrauch der Tempora?

  

Alexander Virchow

Sonntag, den 24. 12. 2000 - 09:28 Click here to edit this post
Ja, das ist das Problem mit allen Transplantaten, die nicht von körpereigenen oder körperidentischen Stammzellen stammen.

Spielkram, letztlich.

Die Bemerkung bezüglich der Zeitformen ging darauf, daß die Beweise für große Mengen Wasser auf dem Mars alle auf die Vergangenheit zielen. Oberflächenreliefs etc.

Ob es dort heute noch Leben gibt, ob man für Marsmissionen die benötigten Quantitäten Sauerstoff für die Veratmung, und Wasserstoff als Treibstoff für die Rückreise gewinnen kann, und ob schließlich eine Terraformung möglich ist:

All dies ist gebunden an die Frage, ob dort heute noch große Wasserquantitäten vorhanden sind.

Die Hoffnung geht auf Permafrostböden.

  

Alexander Virchow

Freitag, den 05. 01. 2001 - 10:51 Click here to edit this post
Gemein! Außerirdische verstecken Galaxie!

  

Peter Schmid

Freitag, den 05. 01. 2001 - 13:11 Click here to edit this post
Liebe Forummitglieder, bei meiner Suche nach den Stichworten Methan, Methaneis und Methanfelder bin ich leider nicht fündig geworden. Weiß jemand weiterführende Quellen?
Was ich bisher davon gehört habe läßt nichts gutes hoffen, anscheinend können diese Felder unter dem Meer unser Ende bedeuten. Warum hört man davon so wenig? Für eure Hilfe schon im Voraus vielen Dank!

  

MrStupid

Freitag, den 05. 01. 2001 - 14:26 Click here to edit this post
Liebe Forummitglieder, bei meiner Suche nach den Stichworten Methan, Methaneis und Methanfelder bin ich leider nicht fündig geworden.

Such mal mit www.google.com nach Methanhydrat.

Was ich bisher davon gehört habe läßt nichts gutes hoffen, anscheinend können diese Felder unter dem Meer unser Ende bedeuten.

Es gibt Leute, die sehen darin unsere Zukunft. Ich glaube weder an das eine, noch an das andere Extrem.

  

Hans Guenter

Freitag, den 05. 01. 2001 - 16:06 Click here to edit this post
Wenn Eis brennt
Auf dem Meeresboden schlummern die größten Energievorräte der Erde

  

Alexander Virchow

Montag, den 08. 01. 2001 - 14:28 Click here to edit this post
Über die medikamentös bedingte Geilheit alternder Weiber

  

Alexander Virchow

Montag, den 15. 01. 2001 - 12:20 Click here to edit this post
Fallschirme aus Spinnenseide könnten bald Wirklichkeit werden. Forschern aus Gatersleben ist es gelungen, mit Hilfe von gentechnisch veränderten Kartoffel- und Tabakpflanzen Spinnenfaserproteine herzustellen.

Gatersleben? Fuck, das habe ich schon mal irgendwo gehört!

  

Alexander Virchow

Montag, den 22. 01. 2001 - 00:47 Click here to edit this post
Goldener Reis: Genfood und Patente.

Es erschien uns inakzeptabel und sogar unmoralisch, daß ein in einer öffentlichen Institution ausschließlich mit öffentlicher Förderung erzieltes, für humanitäre Zwecke bestimmtes Forschungsergebnis sich nun in den Händen von Leuten befand, die frühzeitig ein Patent auf die erforderliche Technologie angemeldet oder sich nur über frühere Experimente eingeschlichen hatten. Es zeigte sich, daß jede öffentliche Forschung am Ende in die Hände der Industrie (und einiger Universitäten) gerät. Damals waren wir sehr versucht, uns dem radikalen Kampf gegen die Patente anzuschließen. Zum Glück dachten wir weiter, und uns wurde klar, daß wir den Goldenen Reis nur entwickeln konnten, weil es solche Patente gibt. Ein Großteil der von uns eingesetzten Technologie war nur deshalb öffentlich bekannt, weil die Erfinder ihre Rechte durch Patente schützen konnten. Viele dieser Techniken wären geheimgehalten worden, wenn dieser Schutz nicht bestanden hätte. Wenn wir das gesamte Wissen zum Nutzen der Armen einsetzen wollen, hat es keinen Sinn, gegen das Patentieren zu kämpfen. Weit sinnvoller ist es, sich für einen vernünftigen Gebrauch des Urheberrechts einzusetzen. In den führenden Unternehmen gibt es heute eine große Bereitschaft, zu Übereinkünften hinsichtlich der Nutzung von Urheber- und Patentrechten für humanitäre Zwecke zu gelangen, soweit diese Nutzung den geschäftlichen Interessen dieser Unternehmen nicht zuwiderläuft.