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High Debate: Wissenschaft: Aus der bunten Welt der Wissenschaft...: Archivieren bis zum 25. August 2000
  

Valentina

Samstag, den 22. 07. 2000 - 11:54 Click here to edit this post
Komisch, was Ihr da unter Wissenschaft diskutiert. Dabei gibt es doch gerade so ein schönes Thema:

There was a young lady named Bright,
Whose speed was faster than light.
She went out one day,
In a relative way,
And returned the previous night.


Jetzt müßten wir nur noch das Universum mit kalten Cäsium füllen und uns genau so schnell wie Licht bewegen und schon könnten wir durch die Zeit reisen.

  

Arno

Montag, den 24. 07. 2000 - 12:51 Click here to edit this post
Hier noch ein kleiner Beitrag zum Thema Seitensprung, von den Seiten der Deutschen Nature:


Seitensprünge halten in Form

Dem ungeschulten Auge erscheint die monogame Lebensweise vieler Vögel als das einzig wahre Bild
moralischer Aufrichtigkeit. Doch lauert hinter dem metaphorischen Chintz und den Tüllgardinen in Wahrheit eine heruntergekommene, schäbige Welt des Ehebruchs. Denn obwohl Männchen und Weibchen Nester gründen und Küken aufziehen, paaren sich viele Weibchen auch mit Männchen benachbarter Territorien und ziehen die unehelichen Küken mit der Hilfe ihres unwissenden,männlichen Partners als ihre eigenen auf.
Aber worin besteht der Vorteil dieser so genannten "extra-pair copulations" (EPCs)? Laut gängiger Theorie suchen Weibchen nach Partnern mit den besten Genen, sei es der eigene Partner oder ein anderes Männchen. Unterstützt wird dies durch Ergebnisse von Jan T. Lifjeld und seinen Kollegen vom Zoological Museum of Oslo, Norwegen (Nature406, pp 296-299; 2000). Laut ihrem Bericht hat die aus den EPCs hervorgegangene uneheliche Brut ein wirkungsvolleres Immunsystem als die ihrer ehelichen Nestgenossen.
Aber es gibt noch einen faszinierenden Dreh an der Sache, denn die Brut aus den EPCs war zudem
"immunokompetenter" als die Brut des zum Nest gehörenden Vaters. Könnte es sein, dass Weibchen eher "kompatible" anstatt nur "gute" Gene auswählen? Jüngste Forschungen an Mäusen lassen darauf schließen, dass Tiere Partner wählen, die sich in der Ausprägung ihrer, mit der Immunität verknüpften, MHC-Gene von ihnen unterscheiden. Dies maximiert die genetische Variation und
hilft den Tieren, bestimmte Krankheiten gar nicht erst aufkommen zu lassen.

[Nature 20. Juli 2000: pp 296-299]


Ich finde, dass dies eine schöne Meldung ist für solche Paare, die sich Treue geschworen und auch gehalten haben.

  

Alexander Virchow

Montag, den 24. 07. 2000 - 12:58 Click here to edit this post
Äh, Du meinst, weil es schön ist, immuninkompetent zu sein?

*irritiert guck*

  

Arno

Montag, den 24. 07. 2000 - 14:47 Click here to edit this post
Nein, nicht ganz. Zum einen, weil die Partner anscheinend schon von vornherein immunotechnisch sehr gut zusammen passen. Und sich deshalb treu sein können.

Aber eigentlich meinte ich, dass diese Partner trotz aller eventuell vorhandenen Triebe einander treu sind. Es ist ein sehr schönes Gefühl, für jemanden die wichtigste Person zu sein. Dafür kann man schon mal ein paar Triebe unterdrücken.

  

Alexander Virchow

Montag, den 24. 07. 2000 - 15:04 Click here to edit this post
Oh, da fallen mir viele mögliche, alternative Erklärungen ein.

Mangelnde Attraktivität ist nur der erste. ;-) Entscheidender scheint mir ein Aspekt, den wir bereits in den Vergewaltigungsdebatten hatten. Es gibt schlicht in jeder Population verschiedene Strategien.

Was auf lange Sicht eine gute Sache ist. ZB sind die vielleicht 10% Momogamen AIDS-geschützt. Was schadet da schon der eine oder andere kleinere Nachteil? Jede Population braucht diesen Mix.

Und somit ist auch Treue nichts anderes - als triebgesteuertes Verhalten. Nur eben - der anderen Art.

  

Moderator Jens Giese

Dienstag, den 25. 07. 2000 - 08:12 Click here to edit this post
Die Diskussion um Homosexualität wurde ausgegliedert in den Bereich Politik & Gesellschaft:
Der Umgang der Gesellschaft mit der Homosexualität.
Dort darf auch weiter diskutiert werden.

  

Arno

Dienstag, den 25. 07. 2000 - 11:17 Click here to edit this post
Eine gruselige Meldung: Sklavin bis in den Tod - Wespenlarve manipuliert das Hirn einer Spinne:

Die Larve der Wespe Hymenoepimecis saugt die Spinne
Plesiometa argyra aus, manipuliert ihr Gehirn und lässt
sich von ihr einen Kokon spinnen. Bevor sich die Larve in
ihrem neuen Zuhause verpuppt, zahlt die Spinne ihre
Dienstleistung mit dem Leben: Sie wird ausgesaugt.

Den Lebenszyklus der Larve beschreibt William Eberhard vom
Smithsonian Tropical Research Institute: Die winzige Larve
schlüpft auf dem Rücken der Spinne, von deren Blut sie
fortan lebt. Gleichzeitig produziert die Larve chemische
Stoffe, mit denen sie das Verhalten der Spinne
kontrolliert. Kurz bevor sich die Larve verpuppt, geschieht
etwas Eigenartiges. Die Spinne beginnt an einer Stelle
ihres Netzes, einen gerade gesponnenen Abschnitt erneut zu
produzieren - immer wieder, als sei sie in eine Tretmühle geraten.
Schließlich bildet sie auf diese Weise ein Kokon, in dem sich die
Wespenlarve verpuppt.

Die Larve manipuliert das Verhalten ihres Opfers mit lang wirkenden
chemischen Stoffen: Der US-Wissenschaftler fand heraus, dass die Spinne auch
dann mit dem Bau eines neuen Kokons begann, wenn ein bereits fertiger Kokon
zerstört und die Larve vom Rücken der Spinne entfernt wurde.

[Quelle: Joachim Schüring und Nature, 20 Juli 2000]

Brrrrr. Und Otto-Normal-Mensch hat Angst vor Spinnen...

  

Alexander Virchow

Dienstag, den 25. 07. 2000 - 11:29 Click here to edit this post
Kann man diese Funktion auf Homo sapiens sapiens portieren?

Ich ziehe die Frage zurück. Natürlich wird man können.

Aber ist das sehr aufwendig? Sehr sehr? Oder nur sehr?

  

Alexander Virchow

Dienstag, den 25. 07. 2000 - 19:01 Click here to edit this post
Da wir kein Quantenmechanik-Forum haben:

Physiker entdeckten das Tau-Neutrino

  

Alexander Virchow

Montag, den 31. 07. 2000 - 08:50 Click here to edit this post
Heute mal was von der Technik-Front:

Riesenauto mit Miniverbrauch zu zivilem Preis.

  

Hans Guenter

Montag, den 31. 07. 2000 - 20:16 Click here to edit this post
So um die 80 000.--.

Ein Schnaeppchen.

  

christian kaess

Dienstag, den 01. 08. 2000 - 04:49 Click here to edit this post
Es gibt ja noch den 4,4 L Astra von Popel....

  

Martin

Dienstag, den 01. 08. 2000 - 19:46 Click here to edit this post
Und somit ist auch Treue nichts anderes - als triebgesteuertes
Verhalten. Nur eben - der anderen Art.


Amüsanter Satz.;-)

  

Alexander Virchow

Mittwoch, den 02. 08. 2000 - 12:55 Click here to edit this post
Am Anfang stand ein Volk mit einer Sprache

US-Forscher entwirft Theorie von Super-Familien - "N"-Laut für eine Verneinung


Hoffentlich bleibt der altbekannte lange Riemen von Frau Dr. Popp aus.

  

Alexander Virchow

Mittwoch, den 09. 08. 2000 - 11:35 Click here to edit this post
1985 waren nur 20 Tiere dieser Art gezählt worden, inzwischen sind es wieder mehr als 10 000.

Coole Leistung von den Nashörner.

Wenn man bedenkt, daß die Tragzeit 450 Tage beträgt, und jeweils nur ein Junges geboren wird, welches wiederum erst nach Jahren die Geschlechtsreife erlangt, so werden die Tiere wohl auf Stecklingsvermehrung zurückgegriffen haben.

Horn in den Sand oder so.

  

MrStupid

Mittwoch, den 09. 08. 2000 - 12:00 Click here to edit this post
Eine Vermehrung um den Faktor 500 in 15 Jahren, also eine jährliche Wachstumsrate von 51%, ist schon eine beachtliche Leistung. Aber es kommt noch wilder: Nach diesem Artikel soll es 1992 8300 Nashörner gegeben haben, was abzüglich 250 Spitzmaulnashörnern eine Zahl von 8050 Breitmaulnashörnern ergibt. Das bedeutet, daß diese Tiere ihre Zahl innerhalb von 7 Jahren um den Faktor 402 erhöht haben, was einer jährlichen Wachstumsrate von 136% entspricht. Entweder die Breitmaulnashörner wurden mit Kaninchen gekreuzt oder man hat sich irgendwo verzählt, oder (und das ist die wahrscheinlichste Variante) hier weiß ein Reporter wieder einmal nicht, wovon er schreibt.

  

Alexander Virchow

Donnerstag, den 17. 08. 2000 - 11:05 Click here to edit this post
Auch das Langzeitgedächtnis kann sich irren

(Biologie, Medizin)

Deutlich sieht man es in Erinnerungen vor sich: Das vor einigen Jahren gestohlene Fahrrad war wunderschön blau. Aber wie kommt es nur, dass in dem alten Diebstahlbericht, den man gerade in den Akten wiederfindet, von einem roten Fahrrad die Rede ist? Offenbar ist unser Langzeitgedächtnis sehr viel instabiler, als zuvor angenommen. Denn jedes Mal, wenn man sich an entfernte Ereignisse erinnert, gehen die Proteine, die sich während der Konsolidierungsphase des Gedächtnisses gebildet haben, in einen chemisch instabilen Zustand über. Dann werden neue Proteine produziert, die für eine erneute Festigung des Gedächtnisses unentbehrlich sind - ein guter Zeitpunkt, um 'fest' gespeicherte Erinnerungen zu manipulieren oder gar zu löschen.

Der Volltext dieser Meldung ist nur den Abonnenten unseres kostenpflichtigen Nachrichtendienstes, des Spektrum Ticker, zugänglich.

  

Margret

Donnerstag, den 17. 08. 2000 - 21:25 Click here to edit this post
Greenberg ist ein ziemlicher Fantast.

ist Greenberg... einer der wenigen Linguisten, die zur amerikanischen National Academy of Sciences gehören,... und seine Werke finden starke Beachtung in der Fachwelt.

Das ist mehr hype als alles andere. Gschaftlhuber, der sich hervorragend an den amerikanischen Wissenschaftsbetrieb angepasst hat und die Tinte nicht halten kann. Ums mal in nem kurzen Riemen zu sagen.

  

Alexander Virchow

Donnerstag, den 17. 08. 2000 - 21:39 Click here to edit this post
Greenberg ist ein ziemlicher Fantast.

ist Greenberg... einer der wenigen Linguisten, die zur amerikanischen National Academy of Sciences gehören,... und seine Werke finden starke Beachtung in der Fachwelt.

Das ist mehr hype als alles andere. Gschaftlhuber, der sich hervorragend an den amerikanischen Wissenschaftsbetrieb angepasst hat und die Tinte nicht halten kann. Ums mal in nem kurzen Riemen zu sagen.


(Was, bitte, soll dieses linguistsche Geschwafel in diesem Forum?)

(Wieder zuviel Eckes Edelkirsch weggekippt?)

  

Alexander Virchow

Freitag, den 18. 08. 2000 - 12:21 Click here to edit this post
Zum Verhältnis von Soziobiologie und Gesellschaftspolitik.

Ein Flüstern aus dem Innern

Ob "Schwulen-Gen" oder "Frauen-Gen" - immer stärker wird Identität aus der Biologie abgeleitet

  

Alexander Virchow

Freitag, den 25. 08. 2000 - 12:14 Click here to edit this post
Ausnahmsweise mal ein Beitrag aus der Geisteswissenschaft:

Bush ist "dumm wie Stroh"

Der republikanische Präsidentschaftskandidat George Bush ist für einen amerikanischen Forscher "der dümmste Mensch aller Zeiten". Überhaupt sieht er die Dummen in den USA auf dem Vormarsch.

  

Martin

Freitag, den 25. 08. 2000 - 12:55 Click here to edit this post
Der
republikanische Kandidat sei "dumm wie
Stroh", sagt der Dozent der Johns Hopkins
Universität. Das seien zwar starke Worte, doch
mit Bush würde auch "der dümmste Mensch
aller Zeiten" das höchste Amt im Staate
bekleiden. Daran gebe es keinen Zweifel.


Naja. "Die Schmähung schmäht nur den Schmähenden" hat mal wer gesagt. Daran zweifle ich nicht.

  

Martin

Freitag, den 25. 08. 2000 - 18:17 Click here to edit this post
Wobei ich anmerkem darf, daß mir der Gouverneur von Texas und Todesstrafenbefürworter, George W. Bush, z. T. sogar an noch zur Tatzeit minderjährigen Tätern, gänzlich unsympathisch ist.
Allerdings befürwortet meines Wissens auch Al Gore die Todesstrafe. Anders scheint eine Präsidentenwahl in den USA wohl leider nicht zu gewinnen sein.

  

Steven Bollinger

Freitag, den 25. 08. 2000 - 19:41 Click here to edit this post
"Die Schmähung schmäht nur den Schmähenden" hat mal wer gesagt.

Wahrscheinlich ein zu recht Vielgeschmaehter.

Natuerlich kann Schmaehung auch zutreffend sein, und nur recht und billig, wie in diesem Falle. Bush ist doch dumm. "Duemmster Mensch aller Zeit" ist natuerlich uebertrieben. Solche Uebertreibung aber stoert mich weit weniger als die Tatsache, dass Bush's Dummheit so weit bekannt und so wenig ein Thema der oeffentlichen Debatte ist.

Sowas ist hier in the home of the brave natuerlich nichts neues: Reagan war ja ein Volldepp, Ford, ex-Footballspieler, leidete sichtlich unter den Schaden von wiederholten Gehirnerschuetterungen, Harding soll recht dumm gewesen sein und andere US-Prezzes auch.

Gore aber ist auch kein Genie. Hoechstens im direkten Vergleich mit Bush. Wieder mal ist das Beste, was man von Democrats sagen kann: die sind keine Republicans.

  

Steven Bollinger

Freitag, den 25. 08. 2000 - 19:53 Click here to edit this post
Alexander Virchow
Donnerstag, den 17. 08. 2000 - 21:39

...(Was, bitte, soll dieses linguistsche Geschwafel in diesem Forum?)...


Auch ich habe nicht sofort einen Zusammenhang gesehen -- bis ich kapiert, dass der Beitrag beginnend

Margret
Donnerstag, den 17. 08. 2000 - 21:25

Greenberg ist ein ziemlicher Fantast...


sich auf diesen, zwei Wochen frueher geposteten bezog:

Alexander Virchow
Mittwoch, den 02. 08. 2000 - 12:55

Am Anfang stand ein Volk mit einer Sprache...