| Subtopic | Msgs | Last Updated | |
| Archivieren bis zum 13. November 2000 | 25 | 13.11. - 22:16 |
| | Mittwoch, den 20. 12. 2000 - 00:04 Großbritannien erlaubt therapeutisches Klonen Endlich. Es geht voran.
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| | Freitag, den 22. 12. 2000 - 23:36 "Endlich. Es geht voran." Genau. Es hat es auch den Anschein, als ob viele Briten so denken. Hoffentlich wird man bald von dem Fortschritt profitieren können.
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| | Montag, den 25. 12. 2000 - 09:41 Trotz der noch bestehenden Beschränkungen, zeigen Forschungen der letzten Monate Möglichkeiten auf, von denen selbst Experten vor einem Jahr noch nicht geträumt haben. Zum Glück bin ich ja kein Experte. Das weitet den Blick gelegentlich ungemein. Nicht auszudenken, wie schwierig manche Dinge aussehen mögen, wenn man konkret mit ihnen befaßt ist, und einfach nicht weiterkommt. Der Text endet mit: Zum einen besitzen auch erwachsene Menschen in vielen Organen Stammzellen, so im Gehirn, in der Skelettmuskulatur und im Knochenmark und vermutlich noch in weiteren Geweben. Zum anderen sind diese Stammzellen geeignet, nicht nur das Gewebe zu ersetzen, in dem sie vorkommen, sie können auch zu einem völlig anderen Organ heranwachsen, wie Tierversuche ergaben. Diana Clarke vom schwedischen Karolinska-Institut und Mitarbeiter konnten zeigen, dass Stammzellen aus dem Gehirn von erwachsenen Mäusen sich zu Muskel-, Darm-, Leber- und sogar Herzmuskelgewebe entwickeln können. Eine derartige Flexibilität gerade von Hirnzellen hielten Biologen bislang für unmöglich. Gleich zwei Arbeitsgruppen berichteten Anfang dieses Monats in "Science" (1. Dezember), dass ihnen ein umgekehrtes Experiment gelungen ist. Sie konnten Stammzellen des Blut bildenden Gewebes anstoßen, sich zu Hirnzellen zu entwickeln. Wissenschaftler der kalifornischen Firma "StemCells" kurierten Mäuse mit einem tödlichen Leberschaden, indem sie Knochenmark-Stammzellen in die Leber verpflanzten, die daraufhin vollständig regenerierte. Diese Erfolge wurden bisher zwar ausnahmslos in Tierversuchen an Mäusen erzielt, aber sie belegen deutlich, dass Zellen aus einem erwachsenen Körper ein Entwicklungspotenzial besitzen, das Biologen immer noch in Staunen versetzt - hier kippt derzeit wieder einmal ein Dogma. Die spärlichen, bisher mit menschlichen Stammzellen erlaubten Versuche ergaben, dass diese Zellen schwerer zu handhaben sind. Peter Andrews von der University of Sheffield beschreibt sie als "tückisch". Allein sie in Kultur am Leben zu erhalten, sei schwierig. Dennoch ist der Mensch ein Säugetier wie die Maus, und was im Tierversuch klappt, sollte prinzipiell auch beim Menschen funktionieren. Einen ersten Hinweis dafür lieferte vor sechs Wochen ein Forscherteam von der Hebräischen Universität Jerusalem. Den Genetikerrn ist es gelungen, menschliche embryonale Stammzellen so anzuregen, dass sie sich in unterschiedliche Zelltypen zu entwickeln begannen - Richtung Muskel, Knochen, Haut und Leber.
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| | Mittwoch, den 27. 12. 2000 - 15:52 Ein echter Durchbruch: US-Wissenschaftlern ist es nach eigenen Angaben gelungen, Stammzellen über einen langen Zeitraum und mit einer hohen Geschwindigkeit im Reagenzglas wachsen zu lassen.
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| | Samstag, den 30. 12. 2000 - 10:50 Der Spiegel schreibt in einem gewohnt schlechten Artikel: Nicht alle Forscher sehen daher die embryonalen Stammzellen als die beste Wahl an, um künftigen Patienten neue Knochen- oder Leberzellen wachsen zu lassen. Neben ethischen Bedenken sprechen auch ganz praktische Nachteile gegen den Weg über den Embryo. So würden nach dem heutigen Stand der Forschung im Schnitt 280 menschliche Eizellen benötigt, um für nur einen einzigen Patienten embryonale Stammzellen zu kultivieren. Eine der wenigen denkbaren Möglichkeiten für den therapeutischen Ei-Segen: Weiblichen Unfallopfern könnten wie bislang schon Leber oder Niere zukünftig auch die Eierstöcke entnommen werden. Dies läßt mich allerdings auf eine Frage kommen: Gibt es irgendeinen Grund zu der Annahme, daß es nicht möglich wäre, einmal kultivierte, embryonale Stammzellen (wie ausweislich des letzten Beitrages bereits entwickelt) nachträglich auf den Patienten anzupassen? Sprich: Aus einer solchen Stammzelle den Zellkern zu entfernen, und durch einen beliebigen Patientenzellkern zu ersetzen? Das stammzellige Klima, die 'Stammzelligkeit der Zelle', dürfte doch durch das chemische Klima hervorgerufen werden? Wenn erstmal vorhanden, so vorhanden. Vermute ich. Für diesen Fall dürften die Kosten zur Erzeugung jeder beliebigen, individuellen Stammzellvariante durch Automatisierung in den Pfenningbereich fallen.
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| | Sonntag, den 31. 12. 2000 - 01:19 Gibt es irgendeinen Grund zu der Annahme, daß es nicht möglich wäre, einmal kultivierte, embryonale Stammzellen (wie ausweislich des letzten Beitrages bereits entwickelt) nachträglich auf den Patienten anzupassen? So wie ich diesen Artikel verstehe, sollte das möglich sein: ES-abgeleitete Stammzellen könnten im klinischen Einsatz "ab der Stange" verwendet werden. ES- abgeleitete Stammzellen könnten also einst in Kliniken als erneuerbare Konserven in ausreichenden Mengen sofort zur Verfügung stehen. Es ergibt sich also keine klare Richtung, die im Hinblick auf eine Klinische Verwendung verfolgt werden müsste, denn die beiden Ziele, eine rasche Verfügbarkeit und eine dem einzelnen Fall angepasste Manipulation der zu übertragenden Zellen konkurrenzieren sich. Sicher ist aber aus praktischen Gründen in jedem Fall die Entwicklung von Methoden zur in-vitro Kultur von grosser Wichtigkeit.
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| | Donnerstag, den 25. 01. 2001 - 18:36 Stammzellen aus der Haut Französische Forscher haben in Experimenten mit Mäusen erstmals Stammzellen isoliert, aus denen sie Haut mit Haaren und Talgdrüsen gezüchtet haben. Das berichtet die US-Fachzeitschrift „Cell“ in ihrer neuen Ausgabe. Die Forschungsergebnisse eröffneten neue Perspektiven Wundbehandlung von Brandopfern.AFP Mit Haaren und Talgdrüsen? Ich hätte den Bericht vielleicht gleich in Medizin unterbringen sollen.....
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| | Samstag, den 27. 01. 2001 - 10:40 Hier das Ganze nochmal ausführlicher in 'Die Welt' Den Nachweis der viel versprechenden Stammzellen erbrachten die Forscher in einer Reihe eleganter Experimente: Sie entfernten einen kleinen Abschnitt des Gewebes in der Nähe der Haarwurzeln der Mäuse. Anschließend pflanzten an dieser Stelle die entsprechenden Zellen von Mäusen ein, die mit Hilfe eines extra Gens blau gefärbt worden waren. Dann beobachteten die Forscher unter dem Mikroskop, wie die „markierten“ Zellen in den Wochen nach der Operation durch das Hautgewebe in der Nähe der Haarwurzel wandern. Machten sich die eingepflanzten Zellen auf den Weg ins Innere der Haut, dann entwickelten sie sich zu den Zellen des Haarschafts. Bewegten sie sich dagegen in Richtung Oberfläche, dann wuchsen sie entweder zu neuen Talgdrüsen oder neuen Zellen der Oberhaut heran. In einem weiteren Experiment, verpflanzten die Wissenschaftler die selben Stammzellen auf den Rücken eines Mäuseembryos. Nach der Geburt bildeten sich aus den Zellen funktionstüchtige Haarfollikel, Talgdrüsen und die Zellen der Oberhaut.
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| | Samstag, den 24. 02. 2001 - 17:04 Reprogrammierung von Körperzellen Schottischen Wissenschaftlern ist die Herstellung von Herzmuskelzellen aus Hautzellen gelungen. Auf einem Treffen der British Fertility Society in London hat Ron James, der Direktor von PPL Therapeutics, bekannt gegeben, dass die Forscher des Unternehmens es erstmals geschafft haben, erwachsene Körperzellen zu pluripotenten Stammzellen zu verwandeln. Aus diesen haben sie wiederum andere Körperzellen gezüchtet. PPL Therapeutics ist ein mit der Universität Edinburgh und dem Roslin-Institut verbundenes Biotech-Unternehmen, das auch am Klonen des Schafs Dolly beteiligt war. Den Wissenschaftlern gelang die "Reprogrammierung" der Körperzellen bei Hautzellen von Kühen, die zu Stammzellen und dann in Herzmuskelzellen verwandelt wurden. Sollte dieses Verfahren auch bei menschlichen Zellen funktionieren, wäre die umstrittene Verwendung von embryonalen Zellen zur Herstellung von Ersatzgewebe oder -organen nicht mehr notwendig. Ganz entscheidend wird natürlich sein, ob sich dasselbe Umwandlungs-Ergebnis auch mit ausdifferenzierten Körperzellen von Menschen erzielen lässt. "Die Ergebnisse dieses Experiments", meint James, "geben uns das Vertrauen, dass das Verfahren, das wir zur Gewinnung von Stammzellen entwickeln, funktioniert. Ich glaube, es wird auch bei Menschen anwendbar sein. Dass dies auch mit genetisch veränderten Zellen funktioniert, ist deshalb wichtig, weil wir genetische Veränderungen erzielen wollen, um die Abstoßung von nicht zusammenpassenden Zellen zu verhindern. Falls dies erfolgreich sein sollte, könnte das den Weg für die Zelltherapie ebnen, ohne auf Medikamente zur Unterdrückung des Immunsystems zurückgreifen zu müssen."
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| | Samstag, den 31. 03. 2001 - 10:51 Knochenmarkzellen unter dem Mikroskop Stammzellen gegen Herzinfarkt-Folgen Körpereigene Stammzellen helfen bei der Reparatur von geschädigten Herzen. Bei Ratten bilden sich neue Blutgefäße, Narben gehen zurück.
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| | Mittwoch, den 11. 04. 2001 - 09:56
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