Archivieren bis zum 8. Juni 2000

High Debate: Literatur & Sprache: Das Forum der kaputten Zitate: Archivieren bis zum 8. Juni 2000
  

Alexander Virchow

Mittwoch, den 12. 04. 2000 - 08:42 Click here to edit this post
Den Anfang macht ein alter Bekannter:


Ich bin kein blinder verfechter von unrecht.


Diego Rheker

04:01am Apr 12, 2000 CEST (#458)
Amerikanische Reparationsforderungen für den 2. WK. Der Beginn eines neuen kalten Krieges?, SpiegelOnline

  

Alexander Virchow

Sonntag, den 16. 04. 2000 - 00:19 Click here to edit this post
Achtbar, aber nicht ungefährlich findet Gerhard Schröder seine neue Gegnerin an der CDU-Spitze.

Achtbar, aber nicht ungefährlich:
SpOn-Lyrik der redaktionellen Art

  

Annette Schneider

Sonntag, den 16. 04. 2000 - 14:08 Click here to edit this post
Schön ist auch dieser Null-Satz vom Ende des von Dir verlinkten Artikels:

Der SPD-Chef kündigte an, die SPD werde "verstärkt auch jüngere Leute, auch Frauen in Ämter bringen."
Und um das hinzuzufügen:

Übersetzungsversuch einer Übersetzungsmaschine:

"Ist dieser große Service wirklich frei?

Dieses ist NICHT ein Probeangebot, es ist immer frei!

Wenn einmal pro die Stunde Sitze überwachend Ihre Notwendigkeiten, dann Sie einen Cent nie zahlen müssen.

Sie finden, daß der Service groß ist, und if/when, das Sie erhöhte Eigenschaften in Ihrer Überwachungsanlage, Sie benötigen, kann unsere zusätzlichen Konfigurationen (BusinessWhistle) auswählen, die Kosten haben, die mit ihnen dazugehörig sind."

  

Everyone

Dienstag, den 18. 04. 2000 - 04:35 Click here to edit this post
Es gibt da diesen SPD-Politiker mit dem schönen Nachnamen "Penner" ... einer aus der mittleren Ebene, der schon seit Jahren hier und da mit der Schlagzeile "Penner fordert ...", "Penner sagt ..." kleineres Aufsehen erregt. Und er hat es wieder geschafft! Kein Medium konnte sich in der letzten Woche der funkelnden Schlagzeile

"Penner wird Wehrbeauftragter"

entziehen.

  

Steven Bollinger

Mittwoch, den 19. 04. 2000 - 21:39 Click here to edit this post
Aus einem sehr kaputten Buch, Fin-de-siecle socialism von Martin Jay, veroeffentlicht in Routledge, New York, 1988:

"Because most intellectual historians tend to be trained like historians in general rather than literary critics, they tend to lean toward a documentary rather than worklike method, avoiding particularly complex literary texts in favor of ones more easily reduced to a paraphrasable core of meaning, those straightforward "ideas" so often the heroes of their narratives. Even if the synoptic intellectual historian wants to go outside ideas or mental structures to the context in which they are situated, problems remain if the texts to be contextualized are simply assumed to contain arguments that are easily paraphrased, messages that are wholly independent of the medium through which they are conveyed. Furthermore, as LaCapra argues, the context which is itself adduced to explain these alledgely unproblematic ideas must also "be seen as a text of sorts. Its 'reading' and interpretation post problems as difficult as those posed by the most intricate written text." The relationship between text and context ought, therefore, to be conceptualized as another form of intertextuality rather than a relationship between ideas or mind and world."

Tja, fragt mich bloss nicht. I don't know what he's trying to say, and I don't care. Dazu faellt mir ein unkaputtes Zitat ein, von Mark Vonnegut, Kurts Sohn, der seinem Vater sagte in einem Moment von zugespitzem Aerger:

"You've crawled up your own asshole and died."

  

Alexander Virchow

Mittwoch, den 26. 04. 2000 - 22:33 Click here to edit this post
Sie übersehen leider auch, dass der Glaube an Gott eine ganz andere Qualität hat als der Glaube an Ufos.


Rolf Kießling

  

Steven Bollinger

Mittwoch, den 26. 04. 2000 - 22:42 Click here to edit this post
Tja, wenn er recht hat... Dass intelligente Wesen von Anderswo uns seit einer Weile beobachten, finde ich zwar bisher ganz unbewiesen, dafuer aber keineswegs unmoeglich. Solche Mutmassungen, auch wenn sie wie meistens sehr dumm durchgedacht sind, sind durchaus nicht mit religioesem Unfug zu vergleichen.

  

Margret

Sonntag, den 30. 04. 2000 - 04:02 Click here to edit this post
Siehst du Steven, gerade hast du selber ein ganz plattes kaputtes Zitat produziert! (Never mind what the silly Sigmar would say to commend it.)

  

Steven Bollinger

Sonntag, den 30. 04. 2000 - 04:18 Click here to edit this post
(Ich stehe zu dem, was ich geschrieben habe. Und weise darauf hin, bevor hier ein theologischer Streit ausbricht -- ach! schon zu spaet! -- dass es in der Zwischenwelt ein Religion - Forum gibt.)

  

Alexander Virchow

Samstag, den 13. 05. 2000 - 11:46 Click here to edit this post
Napster ist eine Wunderwaffe gegen das zionistische Hollywood.

Fritz Mynona


Fazit: Das Antisemitismus-Forum SpOn lebt.

  

Hans Guenter

Samstag, den 13. 05. 2000 - 13:14 Click here to edit this post
Na da darf doch dieser Satz nicht fehlen:

MP3 - die neue Deutsche Wunderwaffe.

Tja, die deutschen Wunderwaffen:

Napster - die Software die sich verbreitet wie ein Virus

Genau. Der Feind wird mit allen Mitteln unterwandert und vernichtet!

  

Alexander Virchow

Sonntag, den 21. 05. 2000 - 09:43 Click here to edit this post
"Wir drehen einfach an der Schraube herum wie die Steinzeitmenschen", klagt der Dresdner Gewässerkundler Jürgen Benndorf.

  

Steven Bollinger

Samstag, den 27. 05. 2000 - 03:14 Click here to edit this post
Folgendes habe ich aus der neuesten taz. Koestlich. Ich wuenschte nur, es waere mehr ein direktes Zitat, weniger Wiedergegebenes. "Kundenkartell" hat mich besonders gut gefallen, gab es denn das Wort schon, oder hat Lange es gepraegt?

...rief der Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft (ZAW) diese Woche auch dazu auf, die Politik solle im neuen Jahrhundert endlich vom "Leitbild des unerfahrenen, tumben Verbrauchers" abrücken, der durch die Werbung manipuliert werde. "Der Mensch ist kein Staubsauger, der alles aufnimmt", erklärte ZAW-Präsident Manfred Lange. Das Internet bringe extreme Markttransparenz, die zu einer Art "Kundenkartell" führen werde.

  

Alexander Virchow

Dienstag, den 30. 05. 2000 - 16:21 Click here to edit this post
Sie sind nicht berechtigt, unrechtmäßige Kopien dieses Datenträgers zu erstellen.


Quelle: Microsoft auf jeder deutschsprachigen CD.

Offensichtliche eine Variante von: Sie sind nicht berechtigt, Gesetze zu brechen. Das Nähere regelt ein solches.

Ne. Nicht ganz.

Aber ganz eindeutig die unhöfliche Variante von:

Sie sind berechtigt, rechtmäßige Kopien dieses Datenträgers zu erstellen.


Aber das wäre ja schon so freundlich, daß man sich über die anstehende Zerschlagung des Konzerns kaum noch freuen möchte.

  

Alexander Virchow

Mittwoch, den 31. 05. 2000 - 07:38 Click here to edit this post
Gott hatte vor langer Zeit die Idee von einem Menschen, so wie ich es bin.

Erzbischof Dyba, auch 'Die Geißel' geheißen


Ein Glück, daß Christen nicht anmaßend sind.

  

Annette Schneider

Mittwoch, den 31. 05. 2000 - 19:03 Click here to edit this post
Immer wieder für ein Späßchen gut:

In USA wird in ganz natuerlicher weise auf juden geschimpft.

Diego Rheker

  

Katrin Ufen

Sonntag, den 04. 06. 2000 - 22:52 Click here to edit this post
Männerfreundschaften müssen was Schönes sein.

Also schrieb einst Frau Katrin U. & ich glaube, sie meinte es ernst. Jetzt hat sie allerdings ihren Irrtum eingesehen & ist zum Alvianismus konvertiert. Auch echte Bekehrungen kommen vor. Doch, doch.


Rolf Kießling

So isses.

  

Katrin Ufen

Sonntag, den 04. 06. 2000 - 23:05 Click here to edit this post
Sollte ich beitraege von mir ausserhalb des SPON finden, verlinkt oder auszugweise oder vollstaendig als text-kopie, und Du diese nicht augenblicklich loeschen, werde ich nicht nur Deinen ausschluss hier beantragen, sondern auch strafrechtliche massnahmen wegen verleudmung und widerrechtliches kopieren meines geistigen eigentums einleiten.

Diego Rheker

Oha.

  

Alexander Virchow

Montag, den 05. 06. 2000 - 12:42 Click here to edit this post
bis er sie schließlich zurücknahm.


Entnommen dem Artikel Meine konstruierten Realitäten.

Autor Dr. Popp

  

Alexander Virchow

Donnerstag, den 08. 06. 2000 - 17:02 Click here to edit this post
Ich halte nix von Nazis (schäme mich bereits, diese Selbstverständlichkeit überhaupt auszusprechen, so selbstverständlich ist sie), aber erst recht nix von dem inflationären Gebrauch dieser Beschimpfung.


Autor Dr. Popp

Entnommen dem Artikel Bürgertum & Prioritätensetzung

  

Katrin Ufen

Donnerstag, den 08. 06. 2000 - 17:39 Click here to edit this post
Der ist auch nicht schlecht:

Ich bin, wie gesagt hier nicht verpflichtet den oberlehrer zu spielen. Im gegenteil, ich fuehle mich verpflichtet die wirklichkeit so wiederzugeben wie sie nunmal ist.

Diego Rheker

Der Wahrheit immer einen Schritt voraus.

  

Alexander Virchow

Donnerstag, den 08. 06. 2000 - 18:05 Click here to edit this post
(Das ist eine der mißbräuchlichsten Verwendungen des Begriffs 'Gegenteil', die ich bisher rezipieren dürfte.)

  

Katrin Ufen

Donnerstag, den 08. 06. 2000 - 18:19 Click here to edit this post
(Na, obendrein ist es eine der missbräuchlisten Verwendungen des Begriffs 'Wirklichkeit', die mir je untergekommen ist.)

  

Alexander Virchow

Donnerstag, den 08. 06. 2000 - 18:30 Click here to edit this post
(Oops. Zu 'Wirklichkeit' habe ich ein so agnostisches Verhältnis, daß mir der aufdringliche Charme dieses Äußerungsteils glatt entgangen ist.)

  

Katrin Ufen

Donnerstag, den 08. 06. 2000 - 19:33 Click here to edit this post
Er bramarbasiert sich richtig in Form:

Wenn eine erwaehnung an sich schon verurteilenswert ist, dann ist das SPRACHVERBOT.

Diego Rheker

Das spricht für sich.