| Subtopic | Msgs | Last Updated | |
| Archivieren bis zum 4. Mai 2000 | 38 | 04.05. - 01:17 | |
| Archivieren bis zum 14. Juli 2000 | 26 | 14.07. - 21:09 |
| | Samstag, den 15. 07. 2000 - 02:48 zwei verschieben, einen fallen lassen, aha! wenn ich gleich hier reinschreibe, kannste ja nur noch löschen, um was zu tun zu haben. gelle? wie scheußlich muß man sich eigentlich fühlen, um für die selbstgespräche, die du hier führst, 50 emmchen im monat zu zahlen, damit du dich moderator schimpfen darfst. wie schrecklich albern ist das nur. stell dir mal vor, du hättest mich nicht. absolut 0 zu tun!
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| | Samstag, den 15. 07. 2000 - 02:57 was ist? jetzt magste nicht löschen? wie wärs denn dann mit archivverschieberei um danach zu löschen? wär ein schritt mehr für dich! ich mein, wenn man eine lebensaufgabe sucht, findest du die sicher auch!
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| | Sonntag, den 16. 07. 2000 - 02:07 (Es folgt noch ein Beitrag, der zuerst in 'Bemerkenswert' erschien.)
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| | Sonntag, den 16. 07. 2000 - 00:41 kobayashi @‚VŒŽ‚P“úiŒŽj @”æ˜J‚©‚ç‚©ŽdŽ–‚ð‚·‚é‹C‚ª‹N‚±‚ç‚È‚¢B“ú’†‚¾‚炾‚炵‚ĉ߂²‚·B—[Aƒƒ‹ƒ`ƒ ƒfƒBƒA“Ç‘‰ï‹cBŽl•û“cŒ¢•F‚Ìu‹ó‘z—·s‚ÌCŽ«ŠwvBƒƒjƒbƒyƒA˜_‚Í‚½‚¢‚»‚¤–Ê”’ ‚©‚Á‚½‚ªA—ޗႪ‚È‚‚¢‚Ü‚¢‚¿‘N–¾‚łȂ¢B¡‚µ‚‚Á‚±‚ñ‚Å‚¢‚½‚瑊“–‚È•¶Šw˜_ ‚ɂȂÁ‚½‚̂ł͂Ȃ¢‚©B‰ï‹cI—¹ŒãA–ö£Ž‚æ‚è‚e‚`‚w‚ ‚èA•KŽ€–â‘è‚ðo‘肳‚ê ‚éB‰ð‚¯‚È‚¢B‚»‚Ì‚ ‚Æ“ñŽž ‚܂œǔ„‚ÌΓcо‘¾‚Æ“d˜b‚Řb‚·BŒö•\‚Å‚«‚È‚¢˜b‘½ ‚µB @‚VŒŽ‚Q“úi‰Îj @Œß‘O’†ƒWƒ€‚ÖBŒßŒã‚ÍŽdŽ–B–éuƒXƒpIv‚̘A’†‚Æ‹v‚µ‚Ô‚è‚É–é—V‚ÑB—¬s‚̇–@ ƒhƒ‰ƒbƒOAƒn[ƒoƒ‹EƒGƒNƒXƒ^ƒV[‚ðŽŽ‚·B¬•ª‚Í—Î’ƒAƒKƒ‰ƒiAƒR[ƒ‰‚ÌŽÀAƒVƒx ƒŠƒAlŽQAƒiƒcƒƒOAƒgƒEƒ‚ƒƒRƒV‚Ì’`”’Bƒhƒ‰ƒbƒO‚Æ‚¢‚¤‚æ‚茒NH•iB‚±‚ê‚Åˆê –œ‰~‚Í‚‚·‚¬‚Í‚µ‚È‚¢‚©BŒø‰Ê‚̂قǂà•s–¾BŒ‚Á‚½‚·‚ê‚΃o[ƒ{ƒ“‚Ì‚¨‚©‚°‚¾B}
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| | Sonntag, den 16. 07. 2000 - 04:26 (...und noch einer...)
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| | Sonntag, den 16. 07. 2000 - 02:44 hmmm ... japanisch mag er nicht. versuchen wir es also mit russisch. diesmal: czechov "die dame mit dem hündchen". übersetzt: "wenn der stevie russisch tanzt ..." träller ß ïðîãíàë òåáÿ êíóòîì Â ïîëäåíü ñêâîçü êóñòû, ×òîá äîæäàòü çäåñü âäâîåì Òèõîé ïóñòîòû. Âîò - ñèäèì ñ òîáîé íà ìõó Ïîñðåäè áîëîò. Òðåòèé - ìåñÿö íàâåðõó - Èñêðèâèë ñâîé ðîò.
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| | Montag, den 10. 04. 2000 - 14:08 hmmm ... wenn ich nicht bald entweder meine providersoftware oder die isdn-karte aus dem fenster schmeiße, sehe ich große armut auf mich zukommen! :-) (eher wegen der verlorenen arbeitszeit als den entstehenden kosten) ich habe fast ausschließlich sogenannte klassiker gelesen. bei sämtlicher modernerer literatur, die man mir seinerzeit empfahl überkam mich mit sehr wenigen ausnahmen große langeweile. zu schulzeiten entwickelte ich fast eine regelrechte aversion gegen das lesen, mutete uns unser deutschlehrer doch hauptsächlich sogenannte arbeiterliteratur zu, sowas wie max von der grün, erika runge und konsorten. daneben gab es noch schillers maria stuart, die mich ebenfalls nur langweilte, doch auch lessings nathan der weise, was mich begeisterte, ich jedoch für eine ausnahme hielt. zum lesen brachte mich ausgerechnet alice schwarzer mit ihrer allerersten emmaausgabe vor wohl einem fast vierteljahrhundert. darin war ein auszug aus virginias woolfs orlando abgedruckt, welcher mich derartig fesselte, daß ich gleich ab in den nächsten buchladen bin. sodann hielt ich mich an den hinweisen aus den büchern, die ich las und verbrachte einige jahre fast regungslos im sessel sitzend und immer neue "klassiker" aus allen möglichen ländern, englische zunächst, dann franzosen, italiener, ein paar griechen, einige wenige spanier, deutsche. zu amerikanischer literatur fand ich bis heute keinen zugang. (alices emma hingegen nahm ich ebenfalls nie wieder zur hand :-)) sprachlich bin ich leider hoffnungslos unbegabt, weshalb ich stets zu deutschen übersetzungen griff. wie ein übersetzer jedoch so einen fremdsprachigen roman verschandeln kann, lernte ich eins bei einem roman von william sommerset maugham kennen, welcher mir in zwei unterschiedlichen übersetzungen in die hände fiel, wobei die eine grauenhaft kitschig und belanglos und die andere sehr amusant und spannend war. zu meinen lieblingsautoren avancierten dann: goethe mit seinen wilhelm meisters lehrjahren und den wahlverwandtschaften als bis heute ungebrochene spitzenstellung. sodann in unsortierter reihenfolge: die bronte-schwestern, jane austen, sommerset maugham, william makepeace thackeray insbesondere mit seinem "jahrmarkt der eitelkeit" (vanity fair), henry james, dickens, lawrence, shakesspeare, dumas, proust, voltaire, zola und zwar auch mit seinem arbeiteroman germinal, flaubert, rabelais, balsac, moliere - insbesondere laut gelesen!, jean paul, stendahl, maupassant, diderot, daudet, nabokow, tschechow, dostojewski, tolstoi, boccacio, petronius, bonaventura, dante, margarete von navarra, hamsun, heine, kleist, fontane, e.t.a. hoffmann, aber auch ein bißchen thomas morus, erasmus v. rotterdam, aristoteles, aristophanes, descartes, sophokles, seneca, aurel, pascal, montaigne und schopenhauer, ein bißchen dada oder mal eine exotische friederike kempner. sehr spannende jahre! z.z. les ich eher wenig, weil ich es genauso wenig schaffe damit aufzuhören wie mit den onlinezeiten und wenn dann eher fachbücher fachfremder art, also psychologisches, religiöses, politisches oder was mich gerade sonstwie besonders interessiert. die patricia highsmiths krimis würde ich nun gerne mal lesen, nachdem ich die sehr gute verfilmung "die abenteuer des mr. ripley" oder so ähnlich sah. klar war auch mal ein dashiell hammet darunter. hemmingway, hesse, miller - ich habs mehrfach versucht und nach einigen stunden langeweile stets wieder aufgesteckt.
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| | Montag, den 01. 05. 2000 - 17:55 > "Wir stehen hier (...) vor einer ganz anderen Absicht, .. schon wieder so ein hochinteressanter link von dieser annette schneider, mit dem ich mich nun, ebenso wie mit einem kürzlichen im spon einige stunden beschäftigte. ich werde annette schneider zu meiner suchmaschine avancieren! :-) zuvor hatte ich mir wenig gedanken gemacht um surrealismus und dadaismus innerhalb der unterschiedlichen kunstgattungen. nun weiß ich, wieso mir surrealistisches in der sogenannten bildenden kunst weniger gefällt, wohl aber in film und literatur. dada hingegen mag ich von wenigen ausnahmen abgesehen lieber nur in der bildenden kunst, also innerhalb der malerei, graphik und skulpturen. vielleicht sollte ich mich doch noch mal mit james joyce beschäftigten, zu dem ich bisher nie zugang fand, wohl aber zu solchen, nun von mir als surrealistischen erkannten künstlern wie virginia woolf oder bunuel. in der bildenden kunst suche ich formen, äußerliches, äthetisches, keine inhalte. letzeres, also inhalte und wahrheiten suche ich in der literatur. kommt mir nun aber ein dali oder escher oder dahms daher, so werde ich mit inhalten konfrontiert, sicher surrealistischer art. es sind traumsequenzen, überhöht realistisches, wie es mir selbst während eines lsd-trips einfallen könnte und auch schon eingefallen ist. hier werde ich in die welt der tiefenpsychologie entführt mit ihrer gesamten breite des mythologischen. sgt. pepper (beatles) ist surrealistisch, hundertwasser und immer wieder dieser dali. solche "bilder" gefallen auf anhieb, da ist eine idee dargestellt, die einen an eigene träume, auch tagträume erinnert, doch dann wird immer wieder mit dem zaunpfahl geradezu das ganze zementiert. die gedanken gehen beim betrachten immer wieder in diese eine, vorgeschriebene richtung und das bewirkt, daß man dessen sehr bald überdrüssig wird, so genial man das ganze bei der ersten konfrontation auch empfand. die bildende kunst kann nicht anders, als nur diesen moment, der gleichermaßen ins unerklärliche bzw. bisher nicht genügend erforschte führt, festhalten und der empfundene überdruß ändert sich auch nicht, wenn sich dali immer wieder hinsetzt und weitere traumsequenzen ausmalt. ich bin einfach nicht bereit, mich immer wieder mit seinen und auch meinen traumsequenzen in dieser reduktion in der ausgestaltung zu beschäftigen. es wiederholt sich alles so schrecklich. der regisseur oder auch literat hingegen hat ganz andere möglichkeiten, diese traumsequenzen darzustellen und mit inhalten zu füllen. man kann mit dem regisseur oder dem schriftsteller eine ganze reise in seine, die zugleich die eigene welt wird, unternehmen. es ist in diesem bereich viel vielschichtiger, spannender, erlebnisreicher und zwar auch dann noch, wenn andere daraus weitere kongeniale ausgestaltungen machen, wie z.b. durch den film "wer hat angst vor virginia woolf", welcher auch völlig ohne kenntnis ihrer werke interessiert, doch nur mit kenntnis ihrer werke nachvollziehbar wird. oder denken wir an viscontis "tod in venedig" oder durchaus auch mozarts "zauberflöte" bereits und die literarische aber auch filmische bearbeitung der person mozart durch das theaterstück aber auch formans film "amadeus". bei dada hingegen geht es nicht um inhalte, sondern neues in der form. dada, das ist von den einstigen vertretern mal abgesehen auch beuys und andy warhol. selbst die beuys-oper, die erst kürzlich entstand, ist dada, sogar stefan raab :-). das was uns in der bildenden kunst als "junge kunst" präsentiert wird, ist dada. mit dada kann ich inhaltlich nichts anfangen, sondern erfreue mich an der form, an dem augenblick. enthält neuere kunst neben dadaistischen momenten auch surrealistisches, wie z.b. in vielen videokunstobjekten aber auch im musikalischen, denkt man z.b. an phil glass, so wird es nur dezent angedeutet und bleibt zugunsten der form im hintergrund, wird nicht damit überfrachtet. ich denke, durch diese unterschiedliche konzentration auf die "neue" form bei den einen und das inhaltliche bei den anderen, haben sich surrealisten und dadaisten eigentlich auch nicht viel untereinander mitzuteilen. sie inspirieren sich zwar gegenseitig, finden aber keinen wirklichen zugang zueinander. surrealistische bildende künstler malen geschichten, während dadaistische literaten bilder schreiben.
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| | Montag, den 01. 05. 2000 - 22:29 Dein Beitrag vom 10.4., 14:08, Amathalia, war schon... atemberaubend. Und nun noch dies. Woolf eine Surrealistin. Mmmm. (Versucht doch mal, Euch Woolf unter einem Dach mit Bunuel vorzustellen... geht doch nicht. Bismarck haette viel eher Marx zum Tee eingeladen.) Mike Nichols und sogar Milos Foreman Surrealisten. Wow. (OK: ich kann mir vorstellen, dass Foreman sich selbst irgendwann einen Surrealisten genannt haben kann. So dumm, ahnunglos und schamlos ist er.) Entweder bist Du eine waghalsige Angeberin, und hast bloss ein paar Beitraege in einem Bertelsmann-Lexikon gelesen -- "Dada", "Surrealismus" und "Literatur", selbst von Angebern verfasst -- oder aber hast Du das alles wirklich gelesen und gesehen, und bist trotzdem immer noch so. Ersteres waere nicht so schlimm, Angeberei kommt alltaeglich vor. Letzteres waere wirklich schauderhaft: es waere ein schlagender Beweis, eins fuer allemal, dass manfrau wirklich alles lesen koenne und trotzdem rein gar nix verstehen. Dass gute Buecher von allein doch nicht klug machen. Falls Du in der Tat uns nicht glatt anluegst betreffend alldas was Du gelesen hast: lies bloss nicht Canettis "Blendung" -- das wird Dich voellig zusammenbrechen lassen.
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| | Dienstag, den 02. 05. 2000 - 01:49 >Dein Beitrag vom 10.4., 14:08, Amathalia, war schon... atemberaubend. nun, immerhin doch eine reaktion und ich dachte schon. >Und nun noch dies. Woolf eine Surrealistin. Mmmm. virginia woolf in die typische surrealistenkiste zu stecken ist sicherlich total daneben. daß in ihren werken surrealistische momente zu finden sind, insbesondere in den beiden, die ich von ihr las, namentlich den orlando und die mrs. dalloway, kann ich trotz deines spottes weiterhin nur so sehen, wie ich es bereits ausführte. >(Versucht doch mal, Euch Woolf unter einem Dach mit Bunuel vorzustellen... geht doch nicht. Bismarck haette viel eher Marx zum Tee eingeladen.) die tatsache, daß du dir die beiden nicht zu einem gemeinsamen täßchen tee vorstellen kannst, eine phantasie, die allerdings auch mir schwerfallen würde, ist zwar ungemein spottwirksam, aber doch eine etwas billige rhetorikkiste. letztlich hast du james joyce in den surrealistischen umkreis gepackt und zwischen james joyce und virginia gibt es wiederum durchaus feststellbare einflüsse. virginia wiederum verachtete jane austen in etwa so wie du mich, dennoch denke ich, würden wir zwei übereinstimmen jane austen niemals als surrealistin ansehen zu wollen. das wiederum kümmerte bunuel nicht im mindestens und wenngleich er möglicherweise auch mit jane kein täßchen tee hätte trinken wollen, so interessierte ihn ihr wuthering heights durchaus zum zwecke der verfilmung. >Mike Nichols und sogar Milos Foreman Surrealisten. Wow. (OK: ich kann mir vorstellen, dass Foreman sich selbst irgendwann einen Surrealisten genannt haben kann. So dumm, ahnunglos und schamlos ist er.) nun, ich wüßte nicht, daß milos foreman sich je als surrealist bezeichnet hätte, keinerlei bedenken hätte ich allerdings, wenn du mich ebenso dumm, ahnungslos und schamlos wie ihn empfindest, da ich sogar stolz darauf wäre, meine bescheidenen fähigkeiten mit denen eines solchen mannes verglichen zu wissen. dir aber halte ich vor, daß du ein bissel rabulistisch mit meinen wörtern umgehst (was ich dir ansonsten noch vorhalte, behalte ich zunächst für mich, pflege ich doch im allgemeinen nicht so schnell zu verurteilungen zu greifen), erwähnte ich doch ausdrücklich wiederum in verbindung mit mozarts zauberflöte, und uns schikaneder ist zweifellos ein zeitgenosse weit vor jeglicher surrealistischer genrebildung, foremans amadeusfilm und diesem liegt ein theaterstück zugrunde, welches ich zwar nicht las, aber sah, sodaß die aus meiner sicht durchaus vorhandenen surrealistischen momente in diesem stück von foreman möglicherweise einfach übernommen wurden, ebenso wie nichols das, vergleiche ich, was er sonst so filmisch gemacht hat, vermutlich ebenfalls der zugrundeliegenden textvorlage entnahm. >Entweder bist Du eine waghalsige Angeberin, und hast bloss ein paar Beitraege in einem Bertelsmann-Lexikon gelesen -- "Dada", "Surrealismus" und "Literatur", selbst von Angebern verfasst -- oder aber hast Du das alles wirklich gelesen und gesehen, und bist trotzdem immer noch so. Ersteres waere nicht so schlimm, Angeberei kommt alltaeglich vor. Letzteres waere wirklich schauderhaft: es waere ein schlagender Beweis, eins fuer allemal, dass manfrau wirklich alles lesen koenne und trotzdem rein gar nix verstehen. Dass gute Buecher von allein doch nicht klug machen. Falls Du in der Tat uns nicht glatt anluegst betreffend alldas was Du gelesen hast: ... diesbezüglich muß ich deine schlimmsten befürchtungen bestätigen. ich lüge nicht und wieso ich mich andernfalls als angeberin entlarven würde, will mir auch nicht in den sinn. schlimmer noch habe ich immer wieder großes vergnügen daran, z.b. meinen absoluten liebslingsfilm amadeus anzusehen, den ich wohl zwischenzeitlich bereits so an die 20 mal gesehen habe. möglicherweise sehen wir sowas jedoch einfach mit völlig unterschiedlichen augen, stelle ich doch auch immer wieder fest, so ich ihn mir mal im kino oder mit anderen im opernfach unbedarfteren leuten ansehe, daß diese die von mir als komisch und genial empfundenen momente einfach nicht nachvollziehen können und mein gackern eher befremdlich finden. doch eines bin ich mir sicher, auch wenn du diesen gedanken sicher wieder nicht für dich annehmen könntest: all diese werke sind sicherlich nicht nur gemacht und geschrieben oder gemalt für leute wie dich, die sich mittels derartiger lekture und dessen späterer verwertung über andere erheben wollen (das meintest du doch mit dem angeben, gelle?), sondern auch für leute wie mich, die einfach nur großes vergnügen bei der konsumtion verspüren und sich neben dem sonstigen alltag gerne den ein oder anderen gedanken zu den dargebrachten thematiken machen. >lies bloss nicht Canettis "Blendung" -- das wird Dich voellig zusammenbrechen lassen. und so möchte ich denn den jungen aus dem folgenden ausschnitt aus canettis "blendung" (von canetti las ich im übrigen bisher nichts) auch ausdrücklich dazu auffordern so weiterzumachen, wobei ich nicht hoffe, daß canetti diesen teil so gemeint hat, wie er so herausgelöst aus dem gesamten werk bei mir ankommt: Auszug »Was tust du hier, mein Junge?« »Nichts.« »Warum stehst du dann da?« »So.« »Kannst du schon lesen?« »O ja.« »Wie alt bist du?« »Neun vorüber.« »Was hast du lieber: eine Schokolade oder ein Buch?« »Ein Buch.« »Wirklich? Das ist schön von dir. Deshalb stehst du also da.« »Ja.« »Warum hast du das nicht gleich gesagt?« »Der Vater schimpft.« »So. Wie heißt dein Vater?« »Franz Metzger.« »Möchtest du in ein fremdes Land fahren?« »Ja. Nach Indien. Da gibt es Tiger.« »Wohin noch?« »Nach China. Da ist eine riesige Mauer.« »Du möchtest wohl gern hinüberklettern?« »Die ist viel zu dick und zu groß. Da kann keiner hinüber. Drum hat man sie gebaut.« »Was du alles weißt! Du hast schon viel gelesen.« »Ja, ich lese immer. Der Vater nimmt mir die Bücher weg. Ich möchte in eine chinesische Schule. Da lernt man vierzigtausend Buchstaben. Die gehen gar nicht in ein Buch.« »Das stellst du dir nur so vor.« »Ich hab's ausgerechnet.« »Es stimmt aber doch nicht. Lass die Bücher in der Auslage. Das sind lauter schlechte Sachen. In meiner Tasche hab ich was Schönes. Wart, ich zeig's dir. Weißt du, was das für eine Schrift ist?«
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| | Dienstag, den 02. 05. 2000 - 21:45 so interessierte ihn ihr wuthering heights durchaus zum zwecke der verfilmung. Wessen Wuthering Heights? Ich muss doch sähr sähr bitten! kicher ... also dann nehmen wir halt die bronte-schwestern und zwar die emily von diesen. obs daran lag, daß ich kürzlich die emma verfilmt sah? also gezz die von der jane, die emma! :-)
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| | Mittwoch, den 03. 05. 2000 - 14:55 Von wann ist der Emma-Film?
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| | Donnerstag, den 04. 05. 2000 - 01:44 hmmm ... ziemlich neu jedenfalls. ich entdeckte ihn sonntag oder montag nacht ganz zufällig beim zappen auf irgendeinem fernsehkanal und sah auch nur die letzte stunde. doch halt: da gäbs ein video zu, meinten die noch. ah, ja. da isses doch gleich: emma also von 97 das video. och, da gibt es ja noch mehr janes. das erste, "sinn und sinnlichkeit", also eigentlich "verstand und gefühl" bzw. englischer titel "sence und sensibility" kenn ich, hatte ich mitbekommen. das war ja das absolute novum damals. gab ja sonst keine verfilmungen von ihren sächelchen. und jetzt gleich vier? hmmm ... hast du eine ahnung, zu welchen romantiteln die beiden weiteren filme gehören? (vor drei jahren, um die osterzeit lief mal eine ganz hervorragende fernsehbearbeitung, mehrteilig von ihrem "stolz und vorurteil")
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| | Donnerstag, den 04. 05. 2000 - 20:24 Ich moechte mich allseits entschuldigen, dass ich derart ausgeflippte da oben. Margret, ich werde mich zum Thema 'Bismarck und Marx zum Tee' anderswo aeussern: und zwar in der Zwischenwelt. Ich werde ein Forum, 'Historisch-Politisches', aufmachen.
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| | Donnerstag, den 04. 05. 2000 - 21:09 Na, Steven und Amathalia, nehmts euch nicht so zu Herzen und vertragt euch wieder. Ich hab mir die Angaben zu dem Video angesehen. Diese Vierer-Kassette zu Jane Austen kannte ich nicht. Den Titel "Verführung" konnte ich noch als Austens "Persuasion" identifizieren (was ich aber nicht gelesen habe), aber das vierte, "Clueless, what else" rang no bells whatsoever. "Sense and Sensibility" kenne ich bruchstückweise als Film; das war relativ gut; aber der Roman ist mE nicht der beste von Jane Austen; ihm fehlt sozusagen der letzte Schliff. "Pride and Prejudice" habe ich mehrteilig im Fernsehen gesehen, in einer relativ guten britischen Produktion, aber "Emma" steht mir noch bevor.
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| | Donnerstag, den 04. 05. 2000 - 21:42 "Clueless" spielte im gegenwaertigen (1996 oder so) Beverly Hills und war eine moderne re-telling von "Emma" (Eine wie gute re-telling, vermag ich nicht zu beurteilen, da ich, oh shame!, bisher keine fuenf Seiten von Austen gelesen habe.) -- und gar kein schlechter Film, sehr gute Auftritten von Alicia Silverstone als die moderne Emma, Dan Hayeda als ihre Vater, Wallace Shawn als ein Lehrer an der Beverly Hills High and Anderen mehr. Und nachher war "Clueless" fuer eine Weile eine gar nicht schlechte Sitcom, und ich wette jede Menge, dass 99% der Fans von Film und TV-Serie nicht mal wussten, dass es einen Roman mit Titel "Emma" von einer gewissen Jane Austen gibt.
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| | Freitag, den 05. 05. 2000 - 03:41 >Den Titel "Verführung" konnte ich noch als Austens "Persuasion" identifizieren (was ich aber nicht gelesen habe), .. der deutsche romantitel ist ziemlich wörtlich übersetzt "überredung", ihr letzter roman laut klappentext. ich erinnere mich aber auch nicht - das lesezeichen steckt bei seite 55 und das wohl seit 15 jahren. :-) >"Clueless" spielte im gegenwaertigen (1996 oder so) Beverly Hills und war eine moderne re-telling von "Emma" .. Und nachher war "Clueless" fuer eine Weile eine gar nicht schlechte Sitcom,.. interessant! müßte dann doch eigentlich allmählich auch auf einem der vielen deutschen sendern zu finden sein. ansonsten traf ich selten männliche leser, welche sich für diese englischen damen interessierten, was sowohl für jane austen, als auch die bronte-schwestern gilt. selbst virginia soll sich von ihnen distanziert haben, wie ich einst in einer biographie las. zu unrecht, wie ich denke. auf einer südenglandreise, entdeckte ich, daß es dort von andenken an die damen nur so wimmelt, zahlreiche straßen waren nach ihnen benannt und es gab jede menge sonstige hinweise darauf, wo einst ihre füßchen herumgestapft sind. ich hab sie gern gelesen damals und bin ihren beobachtungen mit spannung gefolgt.
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| | Freitag, den 05. 05. 2000 - 03:59 >Ich moechte mich allseits entschuldigen, dass ich derart ausgeflippte da oben. kein problem. (irgendwie ist mir das bestens vertraut. diese ganze wdr- und schauspielerbagage um schwagerherz .. und den salieri spielte er auch einst, eine rolle, die ihm auf den leib geschneidert schien. "du lachst aber wenigstens an den richtigen stellen", meinte er nach der vorstellung zu mir und neulich hat er mich sogar umarmt mit den worten, daß ich ja durchaus auch einen hang fürs absurde habe :-))
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| | Freitag, den 05. 05. 2000 - 13:41 "stolz und vorurteil" war schon auch das erste, was ich von jane austen und überhaupt von diesen englischen damen las. ein ziemlich dickes reclamheftchen mit einer fehlerhaften druckstelle irgendwo mittendrin an einer hochspannenden stelle .. ächz :-) nicht alle ihrer romane waren damals gerade in deutscher übersetzung erhältlich und z.t. nur in den für meine damaligen verhältnisse recht teuren manesse dünndruckausgaben. die hab ich mir damals als studentin teilweise erst schenken lassen zu den diversen anlässen. von den sonstigen sachen kam vieles gerade als preisgünstige inseltaschenbücher heraus oder man konnte sie in modernen antiquariaten billigst in ostdeutscher ausgabe erwerben, da die ex-ddr sie seinerzeit zwecks devisenbeschaffung auf dem westdeutschen markt regelrecht verramschte. doch kann ich dein urteil nicht so ganz teilen. sicher ist die sprache goethes gestelzter und die beiden romane wirken auch nicht so aus einem guß. für die form interessierte ich mich aber auch herzlich wenig. ich war auf der suche nach möglichst allgemeingültigen wahrheiten, mit denen ich mich und meine umwelt erkennen konnte und da führte mich goethe in eine mir beträchtlich vertrautere welt. allerdings nicht mit dem werther. mit dieser figur konnte ich seinerzeit nichts anfangen. der war mir zu weltfremd, zu tolpatschig. :-) die situationen, welche die englischen damen zeichneten war eine nicht emanzipierte welt. eine "höhere", nichts tuende gesellschaft, von den gouvernanten und pfaffen einmal abgesehen, und alles drehte sich um die jährliche rente und das versorgtsein und die bedingungen, die zu dessen erlangung oder nicht verwirken zu erfüllen waren. die damen hatten selbst etwas mit einzubringen, wurden bedauert ob ihres schicksals, wenn sie es nicht konnten und hatten von stand und bildung zu sein, wobei zu viel bildung den mädels aber doch wieder schadete, oder sich zu erfreuen, wenn sie mit diesbezüglichen makeln dennoch auserwählt wurden. sicher, über allem stand dann immer die doch recht erleuchtete und vorwitzige und psychologisierende heldin oder erzählerin, doch als ausnahme von der regel weiblicher intellektualität. ich verstehe schon, daß die lesbische und emanzipierte virginia, die handfest ihren leonard mit lenkte und diesen bloomsburykreis entscheidend führte mit den gesellschaftlichen nöten der damen in den jane austen romanen wenig anfangen konnte. die goethedamen schienen mir da handfester bzw. von sehr unterschiedlicher charaktere. auch bewegte er sich in allen möglichen gesellschaftlichen kreisen und diese ähnelten z.t. meinen kreisen, wenngleich zweihundertjahre später, viel mehr als diese englische gesellschaft aus der feder von jane oder den bronte-schwestern, wodurch mir goethes welt viel realistischer vorkam. mit den goethedamen konnte ich mich teilweise sehr gut identifizieren und auch das verhalten der männer diesen gegenüber war viel emanzipierter. die goethefrauen wurden ernst genommen, die englischen damen hingegen waren eher eine art beiwerk, gleichwohl sie die heldinnen, also die protagonistinnen waren. in den goetheromanen wimmelte es darüber hinaus von sinnsprüchen, die ich z.t. aus der mündlichen überlieferung kannte, wodurch mir sein einfluß auf die deutsche kultur bewußt wurde u n d ich erkannte sie als sehr wahr, auch für meine beobachtungen noch immer zutreffend. bei goethe hatte ich ein aha-erlebnis nach dem anderen. ich las ihn mit bleistift und strich mir die von mir übernehmbaren erkenntnisse an. von goethe fühlte ich mich als frau und als mensch verstanden und bei ihm fand ich unter anderem solche sprüche wie, daß bereits einem halbklugen mädchen der gedanke an den ehestand einige panik bereiten müsse. er konnte also die abhängigkeit, in die sich eine frau begab formulieren und nachempfinden, während es für die englischen damen der stets zu erreichende zustand der glückseligkeit war, geheiratet zu werden. bei der lekture von "wilhelm meisters lehrjahren" saß ich wirklich eine ganze woche lang fast regungslos im sessel, wechselte ab und an ins bett und war stinkesauer, wenn ich die lektüre - das dtv-lexikon zum nachschlagen immer an meiner seite - mal kurz zum einkaufen oder sonstigem alltagskram unterbrechen mußte. die "amazone", die er am ende heiratete erfüllte mich mit sichtlicher befriedigung über die möglichkeiten auch männlicher emanzipation. :-) und ich empfand es als höchst bedauerlich, daß das buch nun ausgelesen war und stürzte mich sogleich auf die "wahlverwandschaften". "der einzige mann (mensch), der mich je verstanden hat, ist goethe", witzelte ich sodann in meinem freundeskreis herum ... hach! :-)
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| | Samstag, den 06. 05. 2000 - 01:58 >Allgemeingültige Wahrheiten... die mitzuteilen, damit ist mE die Literatur überfordert .. da muß ich dir einerseits schon recht geben und doch war es mein anliegen und ist es auch heute noch. ich bin immer auf der suche nach wahrhaftigkeit. selbst jetzt, wenn ich mit dir darüber rede. ich war mitte zwanzig damals, kaufmannstochter und wiso-studentin, während mein freundeskreis sich eher aus absolventen irgendwelcher philosophischen fakultäten rekutierte, theaterleute, theologen, kritiker, journalisten, altphilologen, germanisten, historiker. irgendwie sagten mir diese mehr zu als die trockenen wisoisten oder juristen auch, gleichwohl ich mein eigenes studium nicht hätte wechseln mögen. und da lagen welten dazwischen, zumal ich nicht mal ein humanistisches gymnasium besucht hatte. und diese kluft wollte ich überbrücken, ich wollte wissen, was das weltbild anderer prägte, warum sie so dachten, wie sie dachten, was den menschen ausmacht. und was ist dazu besser geeignet, als wenn du liest, was die menschen geschrieben und gedacht haben und zwar zu allen möglichen zeiten? der feuilletonteil diverser zeitungen reichte mir da nicht und langweilte mich auch bald. mich interessierte nicht, was für ein buch botho strauß gerade herausgegeben hatte oder eine monika maron, gleichwohl man mir diese werke des öfteren in die hände drückte. ich langweilte mich dabei, weil ich nicht in die welten dabei eindringen konnte, die ich suchte, sondern lediglich aus zweiter hand, wie mir schien, die literarische umsetzung der weltbilder einiger moderner schriftsteller und ich fand selten, daß diese mir wirklich was zu sagen hatten. also griff ich zu älteren werken, die sich irgendwie überliefert hatten und damit aus meiner sicht bereits innerhalb der unterschiedlichen gesellschaften bewährt hatten und ich suchte mir in diesen werken hinweise auf weiteren lesestoff. und siehe da, ich langweilte mich nicht mehr, sondern verfolgte gespannt und gebannt, wie sich aristoteles in seiner metaphysik an einem gottesbeweis abmühte, wie petronius die römische gesellschaft sah, wie deftig rabelais im 16. jahrhundert herumzotete, wie lady chatterly ihrem förster verfiel, wie die bergarbeiter in zolas germinal zu ihren aufständen kamen, wie mirabeau sich erotisch hinter dem gelüfteten vorhang vergnügte, welche eigenartigen erotischen phantasien den herrn de sade plagten, wie raskolnikow mit seinen schandtaten umging, wie der graf von monte christo seine geschicke meisterte, warum die kameliendame ihren alberto (jedenfalls heißt er dann in verdis traviata so, ansonsten nur albert?) belog und auch wie herr goethe sich vorstellte, wieso beziehungen, die durchaus den eindruck nach tiefe und bestand machen dennoch auseinandergehen, aber auch wie erasmus von rotterdam die torheit lobte, was michel de montaigne zum thema selbstmord meinte, was herr kierkegaard mit seinem entweder oder sagen wollte u.v.m.. und ich dachte mir, entweder du liest das jetzt alles einfach, machst dir deine gedanken dazu, überprüfst es auf der basis deines weltbildes auf gültigkeit und erweiterst es umgekehrt auch und es ist gut, oder aber du betreibst derartige studien professionell, konzentrierst dich auf literatur, philosophie, psychologie, soziologie, ethnologie oder sonstwas und es ist auch gut. und so blieb ich bei der ersten variante und beendete mein bereits begonnenes studium, akzeptierte die unzulänglichkeiten des menschen an sich und auch meine, hatte einen mächtigen respekt bekommen vor so manchen leuten vergangener jahrhunderte und erfreute mich einfach an den ausflügen in diese fremden, aber doch sehr vertrauten, vergangenen und doch immer noch existierenden welten, wie ich, wenn ich meine zeitgenossen beobachte, doch immer wieder feststellen kann. (ich habe das gestern gesehen, ich kenne das morgen :-) (isis, oder?) und meinst du nicht, daß literatur langfristig gesehen nicht auch genau diese funktion hatte und auch noch hat? >(ich such sie auch woanders, soweit ich sie brauche). sicher, ich les auch fachbücher zu nicht wirtschaftsthemen heute. >Schon die Theologie wäre damit überfordert. gleichwohl ich die bibel für ein hochphilosophisches werk halte ... hmmm ... es ist sicherlich das buch der bücher und es ist toll, daß es erhalten ist. der fleiß, dieses buch zu erhalten sorgte jedoch auch weiterhin dafür, daß es nicht mehr weitergeschrieben wurde. doch dafür haben wir ja die anderen bücher. >Und gerade dies pomadige Gerede bei Goethe geht mir unglaublich auf den Geist. ich denke schon, daß ich keinesfalls alles von ihm lesen möchte und außer einem bissel in seinen gedichtbänden herumstöbern, mochte ich auch nicht wirklich weiteres von ihm anfassen, gleich wohl ich den west-östlichen diwan oder die italienische reise irgendwann sicher mir doch noch mal zu gemüte führen werde. die beiden romane jeodch, "wilhelm meister" und "die wahlverwandtschaften", ich möchte sie nicht missen. >Diese goetheschen Sinnsprüche gehen doch meist tangential an der Realität vorbei! Das ist irgendwie in Handlung umgegossene zweitklassige Philosophie, nicht craft of fiction. ich kann ja mal ne sammlung aus meinen bleistiftnotizen zusammenstellen :-). du hast ansonsten sicher recht, nur kannst du mir ein philosophisches werk nennen, welches bessere einsichten vermittelt? bei schopenhauer z.b. habe ich ziemlich oft mit dem kopf geschüttelt und dazu wimmelt es bei ihm sogar noch von goethezitaten. (also ich mein, ohne jetzt großartig philosophie studieren zu müssen, was ich sicher gerne täte, doch auch psychologie und geschichte und .. ich pack das nicht alles!!! :-)) >Und was die Personen in den sog Goethe-Romanen betrifft, so fehlt es doch völlig an der Ausbildung von runden Charakteren, was Jane Austen und auch schon die englischen Romanciers des 18. Jh hervorragend schafften. Die Personencharakterisierung ist im englischen Roman schon hochraffiniert ausgebildet (sie charakterisieren sich allein schon durch den Ton, in dem sie sprechen), als Goethe mit seinen fast wie aus Papier geschnittenen Fantasiefiguren ankommt. Hätten seine Figuren nicht ihre ausgefallenen Namen, könnte man sie überhaupt nicht voneinander unterscheiden. da muß ich dir voll und ganz zustimmen! >Wie du diese Damen (zB in den Wahlverwandtschaften) als handfest bezeichnen kannst, ist mir ein Rätsel. stimmt eigentlich. ich dachte wohl auch eher an die damen im wilhelm meister und die werden keinesfalls differenziert charakterisiert, sondern immer nur in teilausschnitten. dennoch scheint mir das bild, welches herr goethe von frauen zeichnete emanzipierter. er sah sie als mensch und nicht als garnitur zweiter klasse, er beurteilte die person und nicht das geschlecht.
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| | Sonntag, den 07. 05. 2000 - 12:49 heute können mir wo einige phil-fak-leute tierisch auf die eierstöcke gehen. unter den ingenieuren hingegen gibt es viele startrek-junkies, besonders unter den unter 40-jährigen. da fällt kommunikation schon etwas schwer. goethe kommt heute bei vielen schlecht weg. viele halten ihm vor, daß er sich a) mit seinem geheimratsposten an die seinerzeit mächtigen verkaufte und b) daß er selber wohl auch auftragsschreiberlinge beschäftigte. eine goethe-gesamtausgabe gibt es wohl gar nicht und vieles soll grottenschlecht sein. jane austen hingegen schrieb ausschließlich 6 romane. beide gehören sicherlich zur weltliteratur, der etage höher, was also über die nationalen grenzen und auch zeitalter hinaus bedeutung erlangte. (wieso erwähnst du in diesem zusammenhang eigentlich die bronte-schwestern nie?) es ist, sondern welches literarische Kaliber es hat. schon, aber das ist leicht dahergesagt und sicher schwierig zu fassen. welchen kriterien muß ein werk genügen, um literarisches kaliber zu haben? kann man das einigermaßen verbindlich definieren? ich hab mich zum beispiel auch gern mit voltaire und rousseau beschäftigt, gleichwohl sich mir bei diesen oft die nackenhaare sträubten auf grund einer reihe von diesen getätigten aussagen und zwar ganz im gegensatz zu herrn goethe und das fiel mir auf. berücksichtigt man weiterhin, daß man früher im gegensatz zu heute noch sogenannte bildungsromane schrieb, so halte ich es für durchaus interessant, daß es einigen vertretern dieses genres gelang eine bildung zu vermitteln, die den heutigen erkenntnissen nicht wirklich widersprechen, während andere wirklichen unfug behaupteten auf der basis des heutigen oder zu späteren zeiten erlangten kenntnisstandes. ich konnte weiterhin erkennen, daß diese neigung, unfug zu behaupten nicht im geringsten von der zeit abhängig war, in der diese leute lebten, sondern eher eine persönlichkeitsbestimmte angelegenheit ist. die einen schienen mir weise und konzentrierte denker und die anderen kühne gedankenkonstrukteure. und da lese ich noch heute lieber in einer aristotelischen metaphysik oder auch die goetheschen sinnspruchüberladenen romane, als mich mit in moderneren werken konzentriert mit aussagen konfrontiert zu sehen, die ich schlichtweg für unfug halte. (jetzt wird erst mal mütterleins geburtstag gefeiert)
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| | Montag, den 08. 05. 2000 - 02:05 Die Propheten stehen gewissermaßen den Dichtern nahe, sind aber (wie ich glaube, das ist Glaubenssache) mit der Fähigkeit begabt, solche allgemeingültigen Wahrheiten auszusprechen und legen es auch darauf an. ich halte die bibel für nichts anderes als für eine ansammlung von volksweisheiten, berichterstattungen und auch dichtungen und zwar solchen, welche eine ganze reihe damalig lebender und des schreibens mächtiger für dokumentationswürdig beurteilten. das religiöse denken hat aus meiner sicht dieselbe motivation wie das philosophische, also wahrheitsfindung, mit dem einzigen unterschied, daß im religiösen bereich zur erklärung zusätzlich auf höhere existenzen zurückgegriffen wird. den propheten und den philosophen unterscheidet darüber hinaus, daß der prophet auch vorgibt, entweder selbst oder mit hilfe dieser höheren existenzen in die zukunft blicken zu können. spätestens seit die kirche die überlieferung und den erhalt der bibel übernommen hat, scheinen die propheten also ausgestorben? mitnichten! die kirche behinderte lediglich gleichzeitig mit dem erhalt, daß neuere erkenntnisse und also weisheiten oder auch wichtige dichtungen in diesem buch der bücher aufnahme fanden bzw. überholtes ersetzt wurde. insbesondere im alten testament stehen doch z.t. absolut grauenhafte moralvorstellungen und verhaltensregeln, welche dennoch für die damalige zeit teilweise sehr sinnvoll waren, andere wiederum haben sich bis heute als sinnvoll erwiesen und sind noch immer bestandteil heutiger gesetzeswerke. die wundergeschichten hingegen halte ich für mythologische dichtungen, welche am besten a la drewermann tiefenpsychologisch erklärbar sind. Bei Shakespeare finde ich die eine oder andere Perle von Lebenseinsichtr, wobei das Angenehme ist, dass seine Dramen eben nicht Thesenstücke sind, sondern wirkliches, fantastisches Theater. stimmt. gelesen hab ich nur "wie es euch gefällt", "hamlet" und "der kaufmann von venedig", wobei mir letzteres seinerzeit am besten gefiel und mir auch am besten in erinnerung blieb. T. S. Eliot hat mE eine eindrucksvolle gedankliche Durchschlagskraft in seinen Essays; der kam mir schon deshalb nicht unter, weil zu jung. da nahm keine der damen und herren der weltliteratur bezug drauf. :-) (sollte ich vielleicht mal einen blick reinwerfen und sodann entscheiden, wie mir das zusagt) Steven wird dir sicher von Nietzsche vorschwärmen, ... hmmm ... nietzsches zarathustra legte ich nach 60 seiten beiseite, wobei fast eine jede mehrere bleistiftvermerke erhielt. auf seite 44 schrieb ich damals: "mit einer solchen sammlung von sprüchen sollte man einen hundertjährigen kalender füllen." ich war durchaus angetan, fühlte mich aber überladen und kam überhaupt nicht von der stelle, weil ich mich an jedem von mir als gut empfundenen sprüchlein gedanklich verlor und kaum daß ich weiterlesen wollte, wartete sogleich der nächste. ich wollte das erst mal vertagen. dabei blieb es bis heute. .. Heidegger ... ("das Haus ist ein nach außen gestelltes Innen" und so) das hört sich ja schrecklich an. beschäftigt hab ich mich bisher nie mit ihm. doch heidegger und adorno, das sind doch die zwei, von denen in den 60-ern und 70-ern immer geschwärmt wurde in einer jeden studentenküche. ist aber ruhig geworden um die beiden, gelle? :-) Ja, aber damit bleibst du mir etwas zu sehr im Inhaltlichen stecken. dieser vorwurf trifft mich mit recht. ich weiß das auch zwischenzeitlich und hab ja durchaus auch spaß an rein formell künstlerischem, zumindest wenn mich nicht inhaltlicher unfug zu konzentriert stört. andererseits hab ich da auch wirklich mit einer mehr auf dem analytisch-logischem liegenden begabung zu kämpfen, welches sich schon immer auch schulisch, aber auch in iq-tests bemerkbar macht. fehlt die sprachliche komponente, bin ich je nach tagesform fast bis gut mensaverdächtig; beinhaltet der test jedoch das sprachliche sacke ich stark ab. an sich bin ich eine sehr gute autodidaktin, doch im sprachlichen bereich müßte ich sekundärliteratur dazu lesen, um dinge zu sehen, die in diesem bereich höher begabten unmittelbar ins auge springen. Zum Beispiel einfach hinzuschreiben: "Sie hatte einen hinterhältigen Charakter" ein bißchen übertreibst du aber nun, gelle? derartige kommentierende stellen finden sich sowohl bei goethe als auch bei jane austen. ich geb dir aber recht, daß bei goethe ganz im gegensatz zu jane austen ein großteil des romans aus derartigen kommentierenden passagen bestehen. so platt agieren aber beide nicht! folgendes findet sich z.b. bei goethe zur charakterisierung einer baronesse im wilhelm meister: und das fand ich weder mit mitte 20 platt, noch heute und während ich seinerzeit ggf. probleme gehabt hätte, diesen schluß selber zu ziehen, so wäre ich heute wohl etwas ungeduldig, wenn ein derartiger schluß erst nach der lektüre von 20 seiten handlung klar wird. ich hielt mich vor einigen wochen mal eine weile lang in einer newsgroup auf, welche sich mit dem schreiben von prosa beschäftigt und lauschte deren kommentierungen, wie man heute aus ihrer sicht prosa schreibe und die argumentation der aus meiner sicht vernünftigen dort, gingen auch in deine richtung, nämlich, daß die kunst darin bestünde, den leser durch die handlung selber zu solchen schlüssen kommen zu lassen. das ist auch sicherlich spannungserhöhend, fordert den leser, verhindert, daß der leser vom autor interpretationen oder sonstige urteile vorgeschrieben bekommt, ist beträchtlich schwieriger für den autor zu bewerkstelligen und damit natürlich auch kunstvoller. andererseits gehen dadurch momente verloren, die früher durchaus auch den bildungsroman ausmachten, zu zeiten, in denen es spezielle wissenschaften und entsprechende publikationen z.b. im psychologischen bereich überhaupt nicht gab, aus denen der unbedarftere leser lernen konnte, bestimmte verhaltensweisen richtig zu beurteilen. Es ist vielleicht auch eine Temperamentssache. das hast du sehr höflich im gegensatz zu steven ausgedrückt :-) (ansonsten siehe meine ausführungen zu meinem iq weiter oben) (weswegen ich es, wegen Alex' prima Schreibe, trotz all seiner Ekligkeiten, ja auch nie schaffe, dem länger böse zu sein.;-)). kicher ... nun, meinem "temperament" entspricht das nicht. andererseits habe ich den eindruck, daß meine latte, ab der ich ekligkeiten als solche empfinde, beträchtlich höher liegt als deine und zuvor einiges durchgehen lasse, was ich einfach in die komikkiste packe und legitim finde. in wirtschaftsthemen scheinen sich keine wirklichen differenzen zu ergeben und den rest, den muß er halt noch lernen! :-)))))
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| | Dienstag, den 09. 05. 2000 - 13:40 Und was ich die ganze Zeit wiederhole, Jane Austen hat intuitiv Charaktere geschaffen, die ebenfalls der wissenschaftlichen Psychologie ihrer Zeit (soweit es das überhaupt gab) voraus waren. jo, und da ich dir gleich beim ersten mal voll und ganz zustimmte, sinnierte ich zwischenzeitlich ob der immergleichen vorlage darüber, daß bei dieser zweifellos modernen romantechnik auch etwas verloren ginge, wie alles seine vor- und nachteile hat. so kenne ich leute, die ganz wunderbar geschichten erzählen können und beim nachhaken merkt man dann, daß sie aber bei der sortierenden wertung arg überfordert sind. die viel jüngere virginia woolf erlaubte sich in ihrer "mrs. dalloway" den spaß, eine einzige person in den unterschiedlichen kapiteln auf der basis einer reihe von vorausgestellten fakten und verhaltensweisen, mehrfach völlig konträr zu "sortieren". und wenn man dann am ende eines solchen kapitels zu der auffassung gelangte, genau so wie vorsortiert, müsse der charakter der beschriebenen person gewesen sein, so folgte bereits eine völlig andere charakterisierung derselben person, was den leser ebenso verwirrte und verblüffte wie später die junge dame, welche von liz und richard in dem film "wer hat angst vor virginia woolf" derartig vorgeführt wurde. schauen wir uns nun alex und mr. stupids schlüsselszene an, so fällt auf, daß nicht nur ein gewisser riego und kolf auf diese von dir so benannte "primitive" art und weise sortiert werden, gelle? nur sind wir als nicht unbefangene leser, genauso wie die schreiber, in der lage, die verfremdenden sortieranweisungen auf grund von insiderinformationen wieder umzusortieren, neu zu gliedern und darüber hinaus die autoren als eine art "tell tale heart" ganz nach edgar allen poe wiederzuerkennen. :-) (meine namensvetterin bitte ich wegen der sicherlich so empfundenen provokation um nachsicht. nur sind das nun mal die gedanken, die mir im kopf herumspuken bei der beobachtung diverser schriftlicher ausführungen und manchmal müssen die dann einfach ebenfalls niedergelegt werden. zwangshandlung oder so!)
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| | Dienstag, den 09. 05. 2000 - 17:07 (Für deine Zwangshandlungen haben wir eine Arena, aber es lässt sich bestimmt auch ein Zwangsjackenbereich einrichten, falls es nötig werden sollte. Ansonsten lässt sich ja über Literatur wie über Geschmack als solchen trefflich streiten.... Und - falls du mich suchst - ich bin im Sandkasten, um die Erwachsenen nicht zu stören...)
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| | Mittwoch, den 10. 05. 2000 - 11:36 >Das schert mich aber alles nicht. Viele Autoren sähen ausgesprochen alt aus, wollte man statt ihrer Werke ihre persönliche Moral beurteilen. die persönliche moral eines menschen interessiert mich, von bestimmten generellen ausnahmen abgesehen, auch erst dann, wenn sich eine persönliche beziehung anbahnt, wobei ich mit der persönlichen moral eines johann wolfgang sicherlich keine probleme hätte. die aus meiner sicht ernst zu nehmenden vorwürfe gegen goethe, welche ich auflistete betreffen aber anderes, nämlich, daß nicht bei allem, wo goethe draufsteht auch goethe drin ist (auftragsschreiber) und daß er seine meinungsfreiheit möglicherweise verkauft habe, also politisch genehmes schrieb, damit seine versorgung gesichert sei. zwei herzen schlugen, ach, in seiner brust.
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| | Freitag, den 12. 05. 2000 - 21:36 Es ist ja nicht so, als ob die Beitraege hier von Amathalia und Margret mir ganz wertlos waeren. Sie haben mich naemlich angeregt, "Faust" nochmals zu lesen. Ich las "Faust" zum erstenmal -- oder besser gesagt versuchte ich, " Faust" zu lesen -- in 1991, damals war mein Deutsch noch vollkommenere Scheisse als heutzutage, und ich habe leider gar nicht viel davon mitbekommen. Dann spaeter in 1991 muesste ich -- Student war ich noch damals -- "Goetz von Berlichingen" lesen. Ich dachte, ach nee, Goethe schon wieder -- aber "Goetz" ist ja eine ganz andere Sache als "Faust". Zu meiner Ueberraschung fand ich "Goetz" nicht nur lesbar, ich fand ihn ganz ganz gut. A thoroughly ripping yarn. Pip pip, tally ho! Seitdem las ich andere Sachen von Goethe (ich fand die "Italienische Reise", ja die ganze ungekuerzte 800seitige, besonders toll), fuerchte mich aber irgendwie, mich nochmals an "Faust" zu wagen. Aber jetzt zu meiner grossen freudigen Ueberraschung ist mir jede Zeile in "Faust" klar verstaendlich und ein Riesenvergnuegen. Und im Moment spuere ich herzlich wenig Lust, in Austens Gesellschaftskomoedien hinzugucken. Andere Leute, andere Geschmaecke. Sehr verschiedene Leute, sehr verschiedene Geschmaecke. Ich habe noch nie in einem schon gedrueckten Buch mit Bleistift geschrieben. (Es gibt ja Notizenhefte.) Und wenn ich ein Buch aus zweiter Hand bekomme mit vielem solchen an den Raendern und zwischen den Zeilen, greife ich als erstes nach dem Radiergummi. Und ich habe sehr wenig Sekundaerliteratur gelesen, und das fast immer gezwungenerweise. Als Student. Und das ist ein wesentlicher Grund warum ich nie selbst Lehrer werden konnte. Die verschiedene Kommentare verschiedener Zwerge zu verschieden Grossen waren mir endlich viel zu viel. Es war in den literarischen Seminaren -- es war sehr aehnlich wie neulich hier. Goethe, wie sehr viele andere Dichter, ja ganz wie die meisten, die zergliedert werden in den Unis, war selbst ein ungeduldiger und nicht ein besonders guter Student, und war gluecklich, endlich den ganzen Schulenquark hinter sich zu haben. Ich denke sehr oft daran -- an die Dichter einerseits, und die Meisten, die sie lesen, andererseits. Und wie grundverschieden die eine Gruppe ist von der anderen. Das lernte ich aber leider ziemlich spaet. Auch in 1991, ich erinnere mich sehr genau daran, es war zu der zeit, als ich endlich sehen musste, dass ich da en academe nicht gehoerte, sprach ich mit einer Professorin, einer ganz netten sympatischen Frau uebrigens, aber wenn ich sie geradeaus fragte, im Frust vor den Bergen von Sekundaerliteratur, ob denn zB Goethe je seine zeit mit solches verschwendete, sah ich, hoerte ich aus ihrem befremdeten Nein meinen gewaltigen Irrtum: dass ich gedacht hatte, dass wir da im Germanistikseminar waren, um aehnlicher wie Goethe zu werden. Wir waren nicht da, um Dichter zu werden, sondern um Literaturwissenschaftler zu werden. Grundverschiedenliches. Vielleicht sogar im Grunde Feindliches. Whatever -- ich wollte bloss sagen, dass ich "Faust" ganz prima finde.
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| | Samstag, den 13. 05. 2000 - 00:45 (und ich finde es ganz prima, daß du das gesagt hast! ich freu mich richtig und fasse es als eine art geburtstagsgeschenk auf und geburtstag habe ich nämlich heute. tja, margret, wat nu? :-) ich bin hin- und hergerissen. dachte heute nachmittag noch, dich mal zu fragen, ob du mir nicht mal ein paar sehr wenige, aus deiner sicht sehr auserlesene moderne werke empfehlen kannst. diese frage richtet sich natürlich auch an steven. machter? werde ich dann mit schwesterlein besprechen, die weiß eh noch nicht, was sie mir schenken soll und die liest und liest und liest und liest, aber fast nur modernes. als ich ihr kürzlich von unserer diskussion hier erzählte - online ist sie durchaus auch, aber nicht so süchtig wie ich, und ihr, da sie erstmalig interesse zeigte von den onlinegeschichten, die ich ihr schon mal präsentiere, anbot, doch mal hier reinzuschauen, meinte sie: "ne, ich les lieber!" :-) in den götz mag ich nun aber auch mal reinschauen und den hab ich hier noch nicht mal stehen. wohl aber "dichtung und wahrheit", was ich auch immer mal ... und die italienische reise, die hier zwar rumsteht, hab ich dann aber lieber selber gemacht. :-) ein exfreund von mir ist goethes italienische reise mal nachgefahren. nur wußte er sonst wenig davon zu erzählen ... kicher ach und ein jack nichols film war auch gerade im fernsehen, "wolf - das tier im manne" und da dachte ich eh gerade an steven. ich überlege noch, ob es wegen jack nichols war oder .. :-) schluß mit dem off topic!)
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| | Montag, den 15. 05. 2000 - 11:26 Dabei fallen Sätze, die so einfach, schön und einleuchtend daherkommen, als seien sie von Goethe verfasst worden ... hach, ich muß doch mal eine auswahl von handverlesenen goethezitaten hier irgendwo an geeigneter stelle posten. Villa Massimo guck an - mir war die villa massimo bisher lediglich für kreise bildender künstler ein begriff. feiner link!
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| | Freitag, den 19. 05. 2000 - 09:14 danke margret! kleist und fontane hab ich auch gern gelesen. tucholsky wollte ich sowieso mal wieder. den hab ich auch komplett glaub ich hier. brecht kenn ich ebenfalls zu genüge. blieben also t.s.eliot, kästner, keun, plath und teilweise mann (den roman, der dem mephistofilm zugrunde liegt las ich mal und fand ihn recht gut. aber das war klaus mann). (mit arno kann ich mich nicht anfreunden)
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| | Sonntag, den 11. 06. 2000 - 01:33 George Sand war (unter anderem) die Freundin von F. Chopin. Auf Malorca (mit einem oder 2 l) komponierte er bei trister Witterung wunderschöne Klavierwerke. Trotz oder wegen dieser Frau?? Vermute Letzteres...
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| | Mittwoch, den 07. 06. 2000 - 12:45 Elizabeth Bowen (Irland) geb. 7.6.1899 Dublin gest. 22.2.1973 London Henry Miller (USA) geb. 26.12.1891 New York gest. 7.6.1980 Pacific Palisades/Kalif. Jahrtage unter dem genannten link findet man eine zusammenstellung von geburts- und todestagen von schriftstellern. vielleicht keine schlechte idee, da ab und zu mal nachzusehen und anläßlich des jahrtages sich mit dem schriftsteller hier zu beschäftigen? mit elizabeth bowen z.b. kann ich gar nichts anfangen, außer, daß mir ihr name irgendwie bekannt vorkommt. weiß da jemand mehr? (morgen ist todestag von george sand)
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| | Montag, den 12. 06. 2000 - 01:24 von wegen horrorfilm und natürlich schon doch. ein großartiger film, viel zu großartig für einen horrorfilm. sunsetcanal von premiereworld gerade eben. und nirgendwo, einfach nirgendwo der hinweis. mein reclamheftchen ist von 1970 - einiges später muß es dann aber doch erst in meinen besitz gelangt sein. doch sicherlich 20 jahre her, daß ich es las. es muß etwas geben wie intuition. von der ersten szene an erinnerte mich der film an das, als was ich es gerade identifizierte: DAS WAR DIE VERFILMUNG VON SCHRAUBENDREHUNGEN VON HENRY JAMES!!!!! ich hasse das! wie kann man das verschweigen? einfach nicht erwähnen? an keiner stelle. nicht im programmheft, nicht auf der internetseite, nicht im nachspann, nicht im bildschirmtext.
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| | Montag, den 12. 06. 2000 - 01:31 ja, ich weiß. leider bisher nur aus zwei verfilmungen von chopinskys leben. einen sah ich kürzlich erst, ein älterer, schwarz/weiß und österreichischer machart glaub ich. demnach war chopin george sand regelrecht unterwürfig hörig und erhob sich erst kurz vor seinem tod aus diesem gehorsam zu george, als es hieß geld für den polnischen widerstand zusammenzuspielen. (mallorca natürlich mit doppel-l)
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| | Samstag, den 15. 07. 2000 - 13:16 (Weder taz noch Spiegel-Online scheint ein einziges Wort zum Geburtstag verloren zu haben. ...Ist es moeglich, dass die SZ da ein Datum velwechsert hat?) hahaha ... Philosophie: Jacques Derrida wird 70 (S. 46) die zeit meldet es jedenfalls auch! Muss man eine Meinung zu ihm haben? aber natürlich muß man, wenn man nicht als ungebildeter hornochse dastehen will!!! ... hoho .. hihi .... (löschen, stevie, löschen und verschieben. nein, erst verschieben, dann löschen! hahaha)
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| | Montag, den 24. 07. 2000 - 21:10 Oh, was seh ich da? Da haben Amathalia und Margret aufs vortrefflichste über Jane Austen parliert! Da wird dann auch sicher die neueste Verfilmung von Jane interessieren: http://www.spiegel.de/kultur/kino/0,1518,86041,00.html Der Film Mansfield Park lief am 20. Juli in den Kinos an.
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